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Advent zu jeder Jahreszeit

´HERR, so viele Menschen freuen sich derzeit sehr auf die spannendste Zeit im grauen Winter: Advent´

´Das freut mich sehr´, bekam ich zur Antwort, ´aber weißt du denn auch was Advent bedeutet?´

´Jaja´, lachte ich in kindlicher Vorfreude: ´Erwartung.´

´Ja, aber weißt Du denn auch, was all diese Menschen erwarten?´

´Weihnachten natürlich´, gab ich zur Antwort, mit einem Glanz im Herzen als stünden wir vor einem Weihnachtsbaum.

´Soll das heißen, du wartest in der Adventzeit nur auf Weihnachten, hm?´

´Öhm... ja. Ist das denn nicht Alles?´

Plötzlich war es still geworden. Ich wartete doch so sehr auf seine Antwort, aber dann erinnerte ich mich an die Worte von damals: ´Macht gerade eure Pfade und die Türen weit auf, damit unser HERR einziehen kann.´ Ich senkte den Kopf, dachte plötzlich an meine Schwägerin, von der ich mich erst kürzlich hatte ärgern lassen. Da war kein gerader Weg zwischen uns. Oh Gott, krumme Touren waren da gelaufen... Mein Kopf senkte sich noch mehr im Gebet mit unserem HERRN. Dann fiel mir ein Kollege ein, dieser überhebliche Kerl der alles besser zu wissen glaubt. Ich mied schon Jahrelang jedes persönliche Wort mit ihm, aber eigentlich wusste ich nicht einmal von ihm, ob er nicht vielleicht sogar mehr zum Advent wusste als ich. Immer mehr krumme Touren taten sich plötzlich auf... ´Macht gerade eure Pfade...´ Verschwunden war die Vorfreude auf Weihnachten, verschwunden auch die bunten Farben des Adventschmuckes in den Straßen und Häusern. Ich weinte, hilflos wie ein Kind.

´Vater, zum ersten Mal im Leben macht Advent mich traurig. Was mache ich nur falsch?´

Da spürte ich seine warme Hand unter meinem Kinn, die mir den Kopf sanft aufrichtete. Ich holte tief Luft, fühlte mich gleich sicher und geborgen. Gott sei Dank. Die Traurigkeit war verflogen.

´Mach gerade deine Pfade, das ist nun mal nicht immer zuckersüß wie Lebkuchen, und was du falsch gemacht hast, hast Du ja selbst eben schon gesehen´, hörte ich ihn sagen, ´aber das ist ja nur der Anfang und nicht alles.´

Hoffnung machte sich in meinem Herzen breit. Natürlich: ´Jetzt macht eure Türen weit auf, damit der HERR hinein kann.´

´Hm, HERR, das versteh ich nicht so ganz. Ich kann doch nicht mitten im Winter und bei Tag und Nacht alle Türen im Haus offen stehen lassen. Das kannst du doch nicht wollen.?´

´Richtig, so ist das auch nicht gemeint´, schmunzelte mein HERR. ´Das mit dem Türenaufmachen fällt Dir aber sowieso schon viel leichter als Deine Wege gerade zu machen. Du hast ja Dein Herz für mich schon geöffnet, hast das Gespräch mit mir gesucht, liebst mich aus ehrlichem Herzen. Diese Tür ist gemeint, und durch diese Tür konnte ich auch zu dir.´

In diesem Moment ging die Tür meines Herzen noch weiter auf, Freude und Liebe strömte heraus, immer mehr, immer mehr, dass mir die Worte fehlten. Dann war auch die Farbenpracht wieder da wie sie in dieser Zeit überall leuchtet und die Wärme der brennenden Kerzen.

So hatten wir eine Weile geschwiegen, bis ich gefragt wurde: ´Wartest Du also immer noch im Advent nur darauf, dass Weihnachten kommt?´

´Nein HERR. Jetzt warte ich zuerst auf die schnellst möglichen Gelegenheiten, die verfahrenen krummen Wege zu begradigen.´


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