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Roman: Jimaeth (angeli)

Jimaeth

Maoyrl Wangebrons Liebe

Weit unten im Süden sieht man zu manchen Zeiten immer wieder deutlich die Grenze zwischen licht und den ewigen Schatten der endlosen Nacht des Nordens. Das grünliche glimmen dort unten ist eine stete Bedrohung für jedes Wesen der Nacht. Sie sitzen dort unten in ihren stinkenden Höhlen und blicken mit ihren gierigen Augen gen Norden. Irgendwann wir die Kälte des Herrn sie nicht mehr abhalten können. Es wird eine Zeit kommen, da werden sie sich erheben, durch den Schlick ihrer Heimat waten und die eherne Grenze des Glasgebirges überschreiten. Sie werden sich mit astralen Barrieren gegen die Kälte umgeben, dem Zorn des Nordens, den eisigen Winden des Gebirges trotzen und ihren Siegeszug gegen die stolzen Nanto´s antreten. Diese Ängste leben in jedem Bewohner der großen Handelsstadt Kilora´an. Niemand hier wird die Schreckenszeit vergessen als tausende der Sumpfwesen sich um die Süd- und Westseite der Palisadenmauern versammelt hatten. Die Belagerung hatte viele viele Steinschläge gedauert und der Handel mit anderen Reichen war ganz und gar zum Erliegen gekommen. Immer wieder waren die Fluten der Chitinbestien über die Stadt gekommen. Nur mit allergrößter Mühe und unter schrecklichen Verlusten war es der Garde und den Kriegern der Stadt gelungen die Angreifer zurückzuschlagen. Doch es wurden immer mehr und mehr. Damals hatte der Herr ihnen einen seiner Helden geschickt. Wie ein gerechter rächender Gewittersturm war der Heroe mit den Schiffen des Nordens über die Belagerer gekommen. Seinen Händen entströmten Blitze, sein gewaltiges Beil pflügte durch die Massen der Sumpfbewohner. Von diesem wuterfüllten Helden angeführt stürzten sie die Sati´s der Stadt in die Schlacht und nach wenigen Stunden in denen ein schnell gefrierendes Meer aus Blut um Kilora´an entstand vertrieben die Nanto´s ihre Peiniger aus dem Reich der Finsternis. Noch heute bewundern die Bewohner der Stadt das Standbild des Helden des Herrn. Sein Name ist Sati Morhat – ehre dem Norden!
Die Belagerung ist vorüber doch der Krieg ist es nicht. Man konnte in Kilora´an zu jeder Zeit spüren, daß die Gefahr noch immer dort draußen in den Sümpfen lauerte und das man zu jeder Zeit auf einen neuen Angriff gefasst sein mußte. Auch Maoyrl Wangebron wußte dies. Er war ein einfacher Mann, kein Krieger. Sein ausgezeichneter Geschäftsinstinkt und seine scheinbar magische Fähigkeit zu wissen was seine Kunden benötigten hatten ihn reich gemacht. Reich bedeutete, daß er über eine große Menge an Gütern verfügte die andere so sehr benötigten das er selbst die Tauschbedingungen festlegen konnte. Zu seinen Kunden zählten die Basarhändler in der Unterstadt aber auch die Kämmerer der hohen Herrn Kilora´ans. Die Sati´s mochten die exquisiten Parfums, die Seifen und Schmuckstücke die Maoyrl Wangebron von seinen Reisen in den Westen und in den Süden des nördlichen Abgrundes mitbrachte. Er war kein außergewöhnlich mutiger Mann aber er fürchtete die Südland nicht annähernd so sehr wie seine Stammesgenossen. Im Westreich hingegen fühlte er sich fast schon wie zu Hause. Natürlich konnte keine andere Sphäre seine Heimat, den Norden ersetzen aber die oftmals kindliche, naive Art der Westländer, ihre primitive Gastfreundlichkeit die wenn man nicht aufpaßte in einem großen Kochtopf enden konnte waren ihm irgendwie sympathisch. Er mochte es mit den gewaltigen Reptil-Dämonen zu handeln, ihre großen leuchtenden Augen zu sehen wenn er ihnen Edelsteine aus den Mienen des Nordens vor die breiten Schnauzen hielt und sie ihre Gier kaum noch zu zügeln vermochten. Von ihnen bekam er Duftholz, Heilende Schlammerde und Färbemittel welche phosphoreszierende Substanzen enthielten welche sogar noch in der Ewigen Nacht des Nordens Farbe auf die Wangen der Damen zaubern konnten.
Maoyrl Wangebron hatte einen guten Draht zur Obrigkeit des Kasulits. Er belieferte jetzt schon seit langer Zeit den Hof mit Sand – einem Rauschmittel aus dem Westen – und auch mit ausgezeichneter Fischhaut welche derzeit bei den Damen des Hofes sehr beliebt war. Er hatte sich ein Handelskontor aufgebaut und war Herr über die Basarstände von zwei großen Handelsstraßen der Stadt. Seine Hett war luxuriös und groß. Er hatte sich sein Domizil einiges kosten lassen. Dabei war er kein Angeber der mit seinem Reichtum protzte. Er mochte es nur sein Dasein so angenehm wie möglich zu gestalten und ließ auch seinen Untergebenen ungewöhnlich viel Komfort zukommen. Seine Hettwen und seine Zofe liebten ihn wie einen Vater, konnten sie doch durch ihn in eigenen, sauberen Räumen leben, hatten immer gutes Essen und wurden niemals von anderen Dämonen belästigt. Selbst die einfachen Träger und kleinen Händler die Maoyrl Wangebron beschäftigte mochten ihren Herrn. Er war ein ruhiger Mann der selten seine Stimme erhob und all seine Geschäfte besonnen und würdevoll abwickelte.
An diesem Morgen stand er an der Balustrade seines obersten Balkons und blickte mit schläfrigen Augen direkt in das Glimmen des Sumpfes welches für die meisten Bewohner des Nordens eine derart gefährliche Ausstrahlung hatte das sie dazu neigten so selten wie möglich Richtung Süden zu blicken. Weiter oben im Norden konnte man es nur ganz dünn am Horizont erkennen wenn es dort unten Tag wurde, doch hier im Kasulit Ebath´luun an der südlichsten Grenze des Reiches gab es Tag und Nacht. Der Handelsmeister hatte dieses Phänomen schon von der anderen Seite erblickt und war somit verändert worden. Die Nanto´s wußten gar nicht was die ewige Nacht bedeutete. Das fehlen jeglichen Lichts im Norden war für sie eine Art Schutz gegen alles Leben außerhalb ihres Reiches. Doch es nahm ihnen auch vieles. Maoyrl Wangebron hatte die Farben seiner Kleidung gesehen. Er hatte sie unter dem grünlichen Licht der Kohlebecken im Norden erblickt so wie alle aber er kannte die Farben auch unter dem bleichen Licht des Tages im Westen und im Süden. Wie sehr hatte ihn diese Pracht erstaunt. Und wie sehr war er überrascht gewesen als er die Nachtgrenze vom Süden aus gesehen hatte! Dieses endlose schwarze Band am Horizont das sich violett und glänzend schwarz von Westen nach Osten zieht und sein Herz mit einer Wärme erfüllt hatte welche ihm vorher fremd gewesen war.
Kilora´an bekam vom Süden die Gezeitenwechsel von Tag und Nacht geschenkt doch nur wenige Bewohner der Stadt wußten dieses zauberhafte Geschenk der Elemente zu schätzen. Maoyrl Wangebron hatte es sich zu eigen gemacht die Zeit mittels dieser Lichtveränderungen zu messen wie es die Wesen außerhalb des Nordens taten. Er dachte in Maßstäben wie "heute Morgen" oder "am Abend".
Heute Abend, wenn das Licht des Sumpfes die Landschaft langsam in ein zimtfarbenes Chaos aus Schilfpflanzen und sich bewegender Schatten verwandeln würde hatte der Handelsmeister ein Rendezvous. Er trat nervös von einem Huf auf den anderen und legte seine großen Hände auf die Brüstung. Beim Gedanken an ihr liebliches Gesicht, ihre schmalen Fesseln und auch ihre prallen Brüste durchströmte ihn eine Hitze die wohl mit Abstand den krassesten Kontrast zur immerwährenden Kälte des Nordens darstellte. Er fühlte wie sich seine Lenden mit Leben erfüllten und verschränkte seine Arme stolz hinter dem Rücken um sein seinen zugegebenermaßen etwas ausladenden Bauch einzuziehen und sein Gemächt zu präsentieren. Heute Abend würde er sie sich nehmen. Jawohl! Sie hatte ihn unten auf dem Basar angelächelt und ihre Hüften hatten sich selbstständig gemacht und ihm in einer, den Weibern des Nordens eigenen rhythmischen Sprache Dinge versprochen, die einen Mann in den Wahnsinn treiben konnten. Normalerweise war Maoyrl Wangebron nicht gerade allzu empfänglich für solche Gebärden. Er war ein alter und weiser Dämon und hatte in seinem Dasein schon viele Frauen gehabt. Einen Mangel an weiblicher Zuwendung kannte er nicht, konnte er sich doch mehr weibliches Personal leisten als so mancher Sati der Stadt. Doch diese Frau, diese kleine geschmeidige Phalla war etwas besonderes. Sie war wie eine Schneeflocke in sein Dasein getrieben worden und hatte sich hartnäckig kühlend an den Wandungen seines Herzens festgesetzt. Sie war so kalt das ihre elementare Energie ihn aufheizte.
Eigentlich hatte er etwas von ihrem Stand kaufen wollen. Sie stellte Körbe und perlenbesetzte Fischhautgewänder her und schien dieser Tätigkeit mit großem Erfolg nachzugehen denn innerhalb weniger Minuten beobachtete der Händler wie zwei Sati´s mit ihren Damen mit ihr handelten. Er beobachtete sie. Sah ihr zu wie sie spielerisch mit den Kriegern handelte und lächelnd die Preise in die höhe trieb. Ihr ganzes Wesen war wie ihre Haut. Samtweich und dunkel wob sie ein feines Gespinst weiblicher Integrität und Würde um sich. Ihr tief Schwarzes Haar war ein Spielplatz für die Nordwinde und ihre kühlen blauen Augen funkelten wie die winzigen Sternenlichter am mitternächtlichen Himmel des Westlandes.
Wie Maoyrl Wangebron so dastand und sie betrachtete bemerkte er zuerst gar nicht wie sie sich ihm zuwandte und ihn höflich begrüßte.
»drie êi ranit set Maoyrl Wangebron« sagte sie mit samtiger Stimme. Sie kannte ihn. Nun es gab nur wenige Wesen auf den Basaren der Stadt die ihn nicht kannten und dennoch schmeichelte es ihm seinen Namen aus ihrem Mund zu vernehmen. Trocken grüßte er zurück und wunderte sich ein wenig warum es ihm so schwer viel die richtigen Worte für die immer wiederkehrende Grußformel zu finden. Da er mächtiger und älter als sie war lag es bei ihm das Gespräch zu eröffnen. Er erklärte das er sich ihre Waren angesehen hätte und ihr gerne ein Geschäft vorschlagen würde. Seine Fischhäute die er aus dem Westen mitbrachte waren die besten und ihr Kunsthandwerk und die wunderschönen Stickereiarbeiten zu denen sie fähig war würden so manchen Hofschneider vor Ehrfurcht erblassen lassen. Sie dachte nach während er einige ihrer Stücke durch die seine Hände gleiten ließ. Warum war sie über sein Angebot nicht erfreut? Hätte sie sich ihm nicht auf der Stelle an den Hals werfen müssen? Schließlich bot er ihr die Möglichkeit nicht nur reich sondern darüber hinaus auch berühmt zu werden. Vielleicht würde ...


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