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andere tiere - Animals/Nature
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Bäreneuphorie -2-

Berlin im Eis(bär)-Rausch

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Frau Eisbär spührte den Frühling deutlich nahen auch weil ihr Freund kuschliger wurde.

Sie hatte ein paar Kilo abgespeckt.
Der eine oder andere riskierte schon einen Blick.
Sie genoß es.

Im Frühling schienen alle leichter, strahlender.
Das Leben war irgendwie beschwingt.
Frau Eisbär hatte kurze Zeit später 1 Problem.

Wieder schwanger.

Diesmal freute sie sich nicht mehr von Anfang an.
Ihre Stimmung blieb normal.
Sie erzählte es auch keinem.

Arbeit, Freunde, Spaß haben, Ausgehen, Flirten, Haushalt (grrrrh), so verging die Zeit. 2 Monate schon.
Dann folgte dieser gewisse Tag. Bauchkrämpfe. Oh, nicht schon wieder.
Der Arztbesuch brachte Gewissheit.

Wieder
FEHLGEBURT.

Diesmal zum Glück ohne Krankenhaus und ohne Mitleid der Anderen. Was war das denn. Lag es eventuell am Training?
Gut, dass die Psychologin sie betreute. Sie schob den "Wunsch auf Nachwuchs" ganz weit von sich. Hab ja noch Zeit.
Innen nagte dieses Problem an ihr. Keiner sollte es sehen.
Inzwischen hatten Nani und Tabata Kinder. Und die waren so süüüß.
Allerdings arbeiteten sie auch nicht mehr im Zirkus, sie leben im Zoo, sind dort "Mädchen für Alles".
Der Alltagstrott hatte Frau Eisbär eingeholt.

In der Zeit fiel die DDR entzwei. Nichts blieb, wie es war. Die Existenz floß wie verbrauchtes Wasser in ein dunkles Loch. Panik um die Zukunft. Ungewisse Freiheit. Glamour in Schummelpackung.

Der Zirkus in der Stadt stellte nun eine Wirtschaftsentwicklungsbremse dar.
Der Chef hing mit Leib und Seele an seinem Zirkus. Die allabendlichen Auftritte, immer wieder Lampenfieber. Alle Angestellten und sämtliche Tiere sollten ihn verlassen,

einfach verschwinden, als hätte es sie nie gegeben.

Jeder gab immer sein Bestes.
Und die großen Kulleraugen der vielen Kinder, die ganz besonderen Spaß an Frau Eisbär hatten.

Nächte verbrachte er im Zirkus, stand an der Manege, setzte sich auf die Schaukel, heulte wie ein Schloßhund.

Oft erlöste seine Frau ihn aus dieser Lethargie. Der Platz im Bett neben ihr war kalt. Dann nahm sie ihn in den Arm, schaukelte ihn leicht hin und her, wie damals ihre Kinder. Glücklich vereint schliefen sie ein. Die neuen Morgen lösten jedoch nicht das Problem.
Die Einnahmen des Zirkus machten höchstens 1 Trinkgeld aus. Die Shows fanden nur noch sonntags statt. Einige Artisten orientierten sich um,
Tänzer wollten sie werden.
Ein Tiger, er war alt, verstarb vor einer Woche. Wie 1 Blätterteig zerkrümelte der Zirkusbetrieb. Letztlich blieb als einzige Lösung
" Konkurs ".

Frau Eisbär, der Clown und einige Tierpfleger besuchten Nina und Tabata im Zoo - vielleicht konnten sie dort eine neue Heimat finden-. Der Geschäftsführer konnte bis auf den Clown alle gebrauchen.
Am nächsten Tag schon.

Der Platz, auf dem das Zirkuszelt stand, glich einer Baustelle. Ein, zwei Wohnwagen erinnerten an die
" guten alten Zeiten ".
Der Chef freute sich über die Aufnahme in ein neues Leben der Angestellen und Frau Eisbär. Abends verabredeten sie sich zu einem Abschiedsessen.

Jeder suchte seine Utensilien zusammen, die liegengeblieben waren.

" Abwicklung " war das Zauberwort.
Beim Abendessen waren alle versammelt.
Es fühlte sich wie eine Weihnachtsfeier an.
Der Chef beklopfte sein Glas, sofortige Stille, er hatte das Wort.
Ein Nachwort von ihm:
Er geht nach Bulgarien zu seinen Kindern.
Im Hinterkopf war wohl bei jedem
" ich besuch Sie mal ".
Die Feier war beendet. Persönliche Verabschiedung durch den Chef - jeder bekam einen Umschlag in die Hand gedrückt, wurde an die dicke Brust des Chefs gepresst.
Viele Tränen kullerten.
Der Zirkus war Geschichte.

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