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dsc - Animals/Nature
baereneuphorie.peperonity.net

Bäreneuphorie - 4 -

Berlin im Eis(bär)- Rausch

Frau Eisbär hielt ein
winziges ETWAS
rechts und das andere
winzige ETWAS
links im Arm.

Nun war sie also
M U T T E R

Wie sich das so anfühlte.

Ihre BABYS.

Frau Eisbär konnte das nicht wirklich realisieren.
Zu sehr hatte sie die Geburt geschlaucht.
Matt und erleichtert sank sie ins Land der Träume.
Eine warme weiche Stimme holte sie in das Leben zurück.
Die weißbekittelte Hübsche stand neben ihr, strich ihr das leicht zerzauste Haar glatt fragte sie, ob sie nicht endlich etwas essen mag.
ESSEN?
Hatte sie ESSEN gesagt?
Sofort merkte Frau Eisbär ihren leeren Magen und erinnerte sich:
ESSEN ist was wunderbares.
Sie fragte, was es gäbe.
" Lachs " kam als Antwort.
Ihre Zunge konnte ihn schon schmecken, bevor er serviert wurde.

Frau Eisbär konnte sich nicht erinnern, wann sie das letzte Mal so heiß auf Essen war.
Es dampfte und roch so lecker. Sie schaufelte es in sich hinein und ließ sich zur Krönung des opulenten Mahls mit Eiskugeln in Karamelsoße verwöhnen.
Das Menü hatte sie die Schmerzen vergessen lassen.
Wohl fühlte sie sich.
Die warme Stimme fragte, ob sie nun ihre
Babys
sehen mochte.

Ach ja,
erinnerte sich Frau Eisbär,
da war ja noch was.

Die Sanfte bat sie, sich nicht zu erschrecken, weil 1 Baby leicht kränkelt und künstlich ernährt werden müsse.


Frau Eisbär zuckte zusammen, als sei gerade 1 Blitz durch sie gefahren
von unten nach oben und sofort von oben nach unten.
KRANK
Ihr Baby.
Was hat es denn. Die Hübsche sagte ihr in einem beruhigenden Ton:
Nur einen kleinen Infekt.
Nichts ungewöhnliches. Das haben Babys manchmal.
Das eine Baby sah wie ein Engel, der in der Mauser war aus, das andere wie ein Astronaut, der seine Rakete verpaßt hatte. Kabel und Schläuche führten in Körperöffnungen und nicht wieder heraus.
Frau Eisbär grübelte.
Diesen
BEIDEN
soll sie das Leben geschenkt haben?
Das kann ja nicht sein,
Als sie sie das erste Mal gesehen hatte, waren sie viel hübscher.
Die müssen ausgetauscht worden sein,
Aber es waren die einzigen
ihrer Art hier in der Klinik.
Gedankenversunken stand sie da. Sie begann fürchterlich zu weinen, lief zur Toilette, damit es keiner hört. Sie schnaubte die Tränen aus, tupfte ihre Augen.
Als sie wieder klar sehen konnte, nahm sie die Uhr wahr. Sie hatte fast einen ganzen Tag verschlafen.
Auf dem Gang hüpfte die sanfte Stimme aufgeregt herum.
"Wo waren Sie? Jetzt war sie aber zickig. Ein Mann war bei den Babys. Er wollte einem 1 Kissen auf das Gesicht drücken. Ich kam gerade rechtzeitig, es zu verhindern.
Jetzt kümmert sich Polizei um ihn.
Frau Eisbär schrie auf, konnte den Worten kaum glauben.
Es waren ihre Babys.
Wer sollte so etwas Entsetzliches tun?
1 Mann?

Nur1 einziger kam in Frage. Hat der Clown Lars angerufen? (Eisbärmänner sind so eifersüchtig auf Babys, dass sie sie umbringen)
Als sie ihre Fassung wieder hatte, lief sie im Sauseschritt zu den Babys.

Das Engelchen lag jetzt auf der anderen Seite, schlief.
Der Astronaut atmete ruhig, schlief.
Sie tat es ihnen nach und ging ins Bett.
Ewig kam es ihr vor, als sie das Geschehene versuchte, zu verarbeiten

Die warme Stimme betrat den Raum.
Möchten Sie eine Schlaftablette hauchte die warmstimmige. Frau Eisbär verneinte dankend und dankte ihr für ihre Hilfe.
Die Hübsche erwiderte:
Morgen werden Sie entlassen, aber ihre Babys müssen bleiben bis sie untersucht wurden. Das eine will nicht richtig trinken.
Am nächsten Tag wurde sie sehr früh geweckt.
Visite.
Der Doc gratulierte Frau Eisbär und wies darauf hin, dass sie das eine stillen sollte.
Das andere bleibt noch an die künstliche Ernährung angeschlossen, bis es über den Berg ist.

Eine Schwester wechselte auf das Podium, der Arzt war raus. Frau Eisbär ging zum Spiegel.
Oje - wer glotzte denn da in ihr Gericht?
Ein Monster, Hilfe.
Die Haare standen wie nach einem Sturm im Dschungel, die Augen waren ungeschminkt.
Und so hatte sie der Arzt sehen müssen. Peinlich.
Frau Eisbär kämmte ihr Haar, wusch das Gesicht. Herrliches Gefühl.
Das kalte Wasser fühlte sich auf ihrer Haut toll an - wie nach einem 3-Monate-Trip durch die Wüste - .
Die barsche Stimme erinnerte sie, dass sie in einer Klinik war.
Hallo.
Was machen Sie. Hören Sie mich nicht, ich rede mit ihnen, sind Sie schwerhörig?
Frau Eisbär lief den Worten entgegen. Ihre Gesprächspartnerin hatte einen roten Kopf, als glühe sie, und Haare auf den Zähnen.
Guten Morgen, reagierte sie.

Die Schwester brachte ihren Blutdruck herunter.
Bitte gehen Sie zu ihrem Baby, sagte sie. Danach gibts Frühstück.
Frau Eisbär trottete auf Befehl in den Babyraum.
Geschrei empfing sie.
Oh wie laut.
Eine schlanke brachte sie zum Engelchen.
Ist der nicht süß, waren ihre Worte.
Frau Eisbär sah sie an.
Süß? Hat sie keine Brille auf, sieht aus, wie ein Affe in weiß.
Die Schwester gab ihr das Kleine, bat sie in den Mutter-Kind-Raum zu gehen und dort zu stillen. Sie sollte rufen, wenn sie Hilfe brauche.
Stillen?
Etwas unbeholfen nahm Frau Eisbär das Engelchen in den Arm, setzte es zum Trinken an.
Das Gezutschel schmerzte. Sie unterbrach es ab und zu durch kurzes Wegschubsen. Sofort begann das Geschrei.
Mmh. Trink. Los. Wie eine gemolkene Kuh wandte sie sich an die Schwester, beichtete ihr die Schmerzen.
Die begann zu lachen.
"so ist das nunmal"
war ihr Kommentar.
Etwas schlecht gelaunt kehrte Frau Eisbär in ihr Zimmer. Das Frühstück wartete auf sie.
Kaffee war genau richtig.
Essen wollte sie nicht.
Der Stillvorgang ging ihr nicht aus dem Kopf.
Das wollte sie nicht lange machen.
Zum Glück gibt es ja Babymilch zu kaufen.

Sie packte ihre Sachen, bekam die Entlassungspapiere. Sie schlich am Babyraum vorbei, noch einen scheuen Blick. Um den Astronauten waren 1Arzt und 2Schwestern. Jemand lief den Gang entlang, steuerte das Babyzimmer an. Frau Eisbär fragte, was das Kleine hätte. Der Fremde sagte
"Probleme mit Magen-Darm, sind sie eine Angehörige? "
Frau Eisbär verneinte energisch.
Schnellen Schrittes verließ sie die Klinik.
Sie stand auf der Straße.
Frei.
Jemand mit einer Zigarette im Gesicht lief an ihr vorbei. Sie bettelte ihn um eine Zigarette an. Die Frage, wieviel er dafür nehme, entgegnete er mit "geschenkt". Er zündete sie an, reichte sie ihr. "Danke"waren ihre, seine Worte "tschüß".
Da war eine Bank in der Sonne. Sie setzte sich. Das Rauchen brachte Verwirrung in ihren Kreislauf. leicht schwindelig wurde ihr. Sie schwor sich, das zu lassen.
Sie fuhr nach Hause. Im Schaufenster sah sie an sich herunter.
Noch nicht viel schlanker.
Im Haus war abgestandene Luft, sie öffnete alle Fenster, kochte sich einen Tee und setzte sich auf die Terasse. Sie fühlte sich ausgelaugt und einsam. Die Sonne grinste in ihr Gesicht.
Frau Eisbär' s Gedanken waren bei den Babys. Sie kam nicht mit ihnen zurecht.
Das Stillen war ein Fiasko.
War sie eine schlechte Mutter?
Eignete sie sich überhaupt als Mutter?
Das Geschrei hatte sie genervt.
War es ein egoistischer Wunsch nach Nachwuchs, alle anderen hatten schon welchen, nur sie nicht. War sie neidisch gewesen? Oder hatten die anderen geglaubt, sie könne keinen bekommen. Wollte sie es ihnen beweisen?
Sie hatte schon lange nicht mehr verhütet. Lars wußte es nicht.

Jetzt hatte sie BABYS und konnte sich mit ihrer Mutterrolle nicht identifizieren.
Wie das Engelchen an ihr herumlutschte.
Ihr Becken war schon ausgeleiert. Reichte das nicht?
Sie wollte zum Arzt.
2 Stunden hatte sie ihren Gedanken zugehört.
Sie suchte ihr Handy.
Unterwegs kam sie am Zigarettenversteck vorbei. Ihre Geschmacksnerven verführen sie, eine zu rauchen.
Das Handy wies 15 unbeantwortete Anrufe und 7 Sms auf.
Sie vereinbarte einen Arzt- und einen Termin bei ihrer Psychologin.
Sie wollte ausruhen, verschloß die Tür und Gedanken nachhängend schlief sie ein.

In der Klinik versuchten Ärzte und Schwestern dem kleinen Astronauten ins Leben zu verhelfen. Liter von Flüssigkeit wurde in den kleinen Körper gefüllt. Der kämfte mit einem Magen-Darm-Infekt. Schmerztabletten halfen ihm, die Bauchkrämpfe leichter zu ertragen.
Der Kreislauf war instabil, er mußte ständig beobachtet werden. Das Traubenzucker konnte nichts ausrichten. Sein Immunsystem war sehr gestört durch den Flüssigkeitsverlust.
Die Ärzte hatten nicht viel Hoffnung, dass er es schaffen könnte.

Dem Engelchen ging es zum Glück besser. Es bekam Aufbaunahrung. Alles war gesund an ihm und sein Appetit gut. Es schlief schon nachts durch.
Von den Qualen seines Bruders hatte er zum Glück keinen Schimmer.

Als der Arzt Frau Eisbär sah, kam sie ihm merkwürdig vor. Leicht depressiv, lethargisch.
Sein Eindruck verstärkte sich, als er sie erzählen hörte. Sie brauchte einen Kuraufenthalt.
Sie litt an Depressionen, die nach einer Schwangerschaft durch Hormonumstellung entstehen, weshalb sie ihre Babys auch nicht als ihre akzeptieren konnte.
Er bat sie draußen zu warten.
Die freundliche Arzthelferin stellte ihm ein Gepräch von der Klinik durch.

Der Arzt ...


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