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Das Reich der Türme

In einem Turm schließen sich auf Darkover telepathisch begabte Frauen oder Männer zu einem Kreis zusammen, um Mechaniker, Techniker und Bewahrer auszubilden, die sich der Forschung und Weiterentwicklung von Matrix-Techniken widmen. Sie arbeiten mit Überwachungsmonitoren, Matrixschirmen und Kristallen unterschiedlichster Farbe und Größe, Kirian und anderen chemischen Substanzen, und leben in Unterkünften, die einen Kreis für beträchtliche Zeitspanne ohne Verbindung zur Außenwelt beherbergen können.
Die Bewahrer tragen scharlachrote Arbeitsgewänder, die Überwacher weiße, die Techniker blaßgrüne und die Mechaniker blaue. Der Rang ist in den Türmen jedoch kein Hindernis zwischen Freunden. Nur dürfen Söhne und Töchter nicht im gleichen Kreis wie ihre Eltern arbeiten, und der Überwachereid ist der erste, den jeder mit Larankräften begabte Mensch, lernen muß: ,,Niemals in den Geist eines Menschen ohne dessen Zustimmung eindringen, außer um zu helfen oder zu heilen!"
Unter einer gewölbten Decke befindet sich die Matrixkammer mit ihren blauen Oberlicht, die weiche Strahlung einlassen. Ein Kraftfeld schützt alle Türme vor Stöhrtngen, solange dort gearbeitet wird. Dabei handelt es sich um ein Energie-netz-Äquivalent in der Überwelt, ein elektromentales Netz, das stark wie die Mauern selbst ist und Eindringlinge körperlich wie geistig fernhält. Auch die Anwesenheit von Nichttelepathen ist in einem Turm äußerst störend, deshalb es dort keine menschlichen Diener gibt. Die Fremdenhalle ist der einzige Raum eines Turmes, den Außenstehende betreten dürfen. Hunde sind jedoch jederzeit willkommen und liegen oft zu Füßen der Matrixarbeiter.
Im Laufe der Zeit wurde es immer schwerer, Telepathen für die Türme zu finden, und so wurde das Personal je nach Bedarf von einem Turm zum anderen gebracht, wobei der Nachrichtenaustausch mit den Bewohnern anderer Türme stimmenlos über sogenannte Relais, eine Art telepathischen Botendienst, erfolgt.
Insgesamt sind neun Türme bekannt: Arillin, Corandolis, Dalereuth, Hali, Neskaya, Nevarsin - von dem man nur weiß, daß er mit Arillin zu den ältesten Türmen gehört -, Asharas Turm bei Thendara und Tramontana, die sich untereinander neutral verhalten, sowie Damon Ridenow Turm. Während der Zeit des Chaos gab es - in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit - nur Hali, Arillin, Tramontana und Neskaya, wobei zwischen Arillin und Neskaya eine Rivalität bestand. Es folgten Jahrhunderte der Dekadenz und Korruption. Kriege wüteten auf der halben Welt und dezimierten die Domänen.
Danach wurden die Türme wieder aufgebaut und ein Vertrag geschlossen, der keine Laran-Waffen mehr erlaubte. Matrix-Arbeit wurde nur noch in den Türmen und von Personal mit Comynblut verrichtet. Die Ausbildung folgte streng ethischen Prinzipien und setzte das Zerreißen aller anderen Bande voraus, und die Turmarbeiter legten ihren Bewahrerinnen einen Eid ab. Diese wiederum, die keine Verpflichtungen mehr gegen Familien hatten, gelobten Keuschheit und wurden darauf eingeschworen, die Domänen gegen den weiteren Mißbrauch von Matrix-Steinen zu schützen.
Sie durften allerdings weder politisches noch dynastisches Interesse an der Regierung der Domänen zeigen. So wurden in einer korrupten, verwüsteten Welt Horte der Kraft und Integrität geschaffen. Ohne eigentlichen politischen Einfluß erlangten sie große persönliche und charismatische Macht. Sie waren Priesterinnen und Zauberinnen, kontrollierten alle Matrix-Arbeiter auf Darkover und gewannen auf spirituellem und religiösem Gebiet die Vorherrschaft. Die Überlegung, daß das nur zu neuerlichem Mißbrauch führte, veranlaßt Damon Ridenow in der Zeit der Wiederentdeckung durch die Terraner, einen eigenen Turm zu gründen - den Verbotenen Turm.
Von den neun existierenden Türmen ist Arillin zwar nicht der älteste, aber der stolzerte. Er rühmt sich mehr als neunhundert Generationen reinsten Comynblutes und behauptet, seine erste Bewahrerin sei eine Tochter Hasturs gewesen. Wer den Eid von Arillin schwört, verpflichtet sich bei illegalem Gebrauch einer Matrix zu-zulassen, daß ihm die eigene Matrix abgenommen wird und man ihm die Laranzentren in seinem Gehirn ausbrennt.
Der alte Turm der Comynburg, wie er einfach nur genannt wird, liegt in der Nähe von Thendara und wurde der Legende nach schon vor Jahrtausenden erbaut - bevor der Schein der vier Monde auf die Welt fiel -. Dorthin zog Ashara sich zurück, die frühere Comynbewahrerin des Hali-Turms, um den Turm nie mehr zu verlassen. Margwenn Elhalyn war ihre Unterbewahrerin. Asharas Geist wurde schließlich von Marguerida Alton die Freiheit gegeben.
Von Corandolis ist lediglich bekannt, daß er zur Zeit der Sharra-Rebellion vierzehn Arbeiter und eine Bewahrerin aufwies, während der Turm von Dalereuth durch Gesetzt und Brauchtum verpflichtet war, seine Kräfte für die Elhalyn einzusetzen. Aufgrund seiner Bereitschaft zur Herstellung von Laranwaffen, die taktische und militärische Vorteile sicherten, wurde er in der Zeit des Chaos zur Produktion von Haftfeuer gezwungen. Er schloß sich erst nach einem verheerenden Angriff dem Neutralitätsgelübde der Türme an.
Auch nördlich des Sees von Hali stand ein Turm. Er schimmerte in sanftem Blau, umgeben von Sumpfland. Auf seinem Höhepunkt gab es dort achtzehn Kreise, doch am Ende der Zeit der Hundert Königreiche war er nur noch eine Ruine. Er wurde mit Luftwagen und Brandbomben angegriffen und schon zu Bard di Asturiens Lebzeiten mit Feuer zerstört, obwohl er ebenso wie Neskaya Neutralität geschworen hatte. Die Trümmer sollten für immer liegen bleiben, um an die Torheit zu erinnern, mit Laran Krieg zu führen. Während der Zerstörung hatten die Turnarbeiter ihren Geist weit geöffnet und das Geschehen mit voller Absicht ausgestrahlt, damit alle anderen Türme das grauenhafte Leid der Zerstörung ebenfalls empfanden.
Neskaya befand sich mehr als zweihundert Jahre lang in den Händen der Ridenows, obwohl es weit außerhalb des Serrais-Gebiets liegt. Damals hatten die Hasturs und die Ridenows Krieg miteinander geführt, und Friede war erst unter der Regierung Allarts von Thendara geschlossen worden. Der Turm liegt in den Kilghardsbergen. In der Blütezeit der Comyn handelte es sich um ein hohes, leuchtendes Gebilde aus hellem blauen Stein. Im Zeitalter des Chaos zerstört, danach als gedrungenes Bauwerk aus Feldsteinen hinter den Mauern der Stadt Neskaya wieder aufgebaut, war sein bedeutendster Bewahrer Varzil Ridenow von Serrais, später >>der Gute<< genannt.
Der große Turm von Thendara wiederum erhebt sich hoch über den Dächern der gleichnamigen Stadt. Anders als in abgelegenen Türmen hält man die dort tätigen Telepathen - Überwacher, Bewahrer, Techniker und Mechaniker - nicht von den Städten fern, sondern gibt wie überall im gesellschaftlichen Leben des Tieflandes den Ton an. Die Turmarbeiter haben meistens Wohnungen in der Stadt, manchmal sehr kostspielige und elegante.
Ein einsam gelegener Turm, der von Tramontana, liegt in der Domäne Aldaran in den Hellers und leistete als letzter das Neutralitätsgelübde. Er ist der entfernteste und am weitesten nördliche, die nächsten sind Neskaya und Hali, die der Tiefländer liegen noch westlich weiter weg. Er ist fast völlig von den anderen isoliert, erhebt sich wie eine weiße Säule zwischen zwei Hügeln und ist auch mit Verstärkern in Form von Schirmgittern ausgerüstet, die Teleportation ermöglichen, obwohl der Energieverbrauch jedes vernünftige Maß überschreitet.
Seine Arbeiter, dreißig an der Zahl, senden Botschaften über die Verstärkernetze und tauschen Informationen über die Arbeit aus, die sie bei Entwicklung neuer Verwendungszwecke der Matrixwissenschaft leisten. Sie arbeiten bis zur fünfundzwanzigsten Ebene mit der Matrix.
Ihre Techniker sagen, daß eine Sechsundzwanzig-Ebene mit der Matrix nicht gefährlicher ist als eine der vierten Ebene, wenn man einmal die Gitternetze beherrscht. Immer froh über Besucher, sitzen sie wie Falken in ihrem Horst und sehen niemanden zwischen Mittsommerfest und Mittwinternacht, während sie Chemiekalien zur Brandbekämpfung entwickeln und erkunden, wo sie in den tiefen Höhlen unter den Hellers gefunden werden können. In der Zeit der Hundert Königreiche hatte der Turm von Tramontana einen exzellenten Ruf und war der erste mit einer Frau als Bewahrerin.
Lady Liriel Hastur nahm dort den höchsten Rang ein, und Lord Doran war sein Bewahrer. Dabei stellte sich heraus, daß zwischen der Kraft eines Mannes und einer Frau letztlich kein Unterschied besteht. Ansonsten gibt es noch den Verbotenen Turm bei Armida: Leonie Hartur und der Arilinn-Turm bezweifelten Damon Ridenows Recht auf einen eigenen Turm und bestanden auf einem Duell. Wäre er unterlegen, hätten sie ihm die Laranzentren herausgebrannt, doch Damon handelte nach einem Gesetz aus dem Zeitalter des Chaos:
Sobald ein Turm in der Überwelt existiert, ist sein Gründer ein Bewahrer. Wenn seine Herausforderer den Turm nicht zerstören können, müssen sie anerkennen, daß er zurecht existiert. Damons Bruder Kieran wurde ebenso Mitglied des Turmkreises wie Hilary Castamir, die mit Colin von Syrtis verheiratet war. Die Terraner Andrew Carr und Magdalen Lorne vervollständigten den Kreis; sie erkannten, daß all ihre Kollegen ihr altes Leben wie Schmierpapier zerreißen und ein neues beginnen mußten.


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