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Die Waldläufer

Sie nennen sich selbst das >>Himmelsvolk<<, Die Terraner bezeichneten sie als >>homo arborens<<, Menschen der Bäume, eine nichtmenschliche, intelligente Rasse, die vor langer Zeit den Chieri nahegestanden haben soll. Es heißt, als diese die Bäume verließen und lernten, das Feuer zu benutzen, fürchteten die Waldläufer sich, ihnen auf den Boden zu folgen. Seitdem betrachten sie sich als jüngere Brüder der Chieri, deren Weisheit langsamer wächst, und die Chieri nennen sie ,,kleine Brüder, die nicht weise sind", Larry Montray bezeichnet die Waldläufer als halbmenschlich oder subhuman, harmlos, solange man sie nicht ängstigt. Ihre ganze Kultur spielt sich in den Wäldern ab, so daß ihre Furcht vor Feuer (,,Das rote Ding, das den Wald frißt") durchaus verständlich ist. Sie dulden auch nicht, daß Reisende in ihren Wäldern ein Feuer entfachen.
Erwachsene Waldläufer erreichen eine Durchschnittsgröße von anderthalb Metern. Ihre Augen sind rosa bis rötlich, manchmal auch grün, die Nase ist flach, das Gesicht kinnlos, die Ohren haben keine Ohrläppchen, der Körper ist mit einem hellen Pelz bedeckt. Die Finger und Zehen sind lang und greiffähig, fast klauenähnlich, und ihre Daumen stehen gegensätzlich ab. Sie sind wie Menschen gebaut, tragen jedoch abgesehen von Lendenschürzen aus Blättern oder geflochtenem Material keine Kleidung. Ihre Sprache hat eine hohe Tonlage und klingt für totschnierte Ohren wie Vogelgezwitscher. Einige von ihnen können eine archaische Form des Casta sprechen. Nur wenige Menschen haben ihre Sprache erlernt. Allerdings wuchs Jason Allison mit ihr auf und Regis Hastur konnte sich in ihr verständigen.
Arthritis ist eine weitverbreitete Krankheit unter ihnen. Das Waldläufer-Fieber ist für sie eine Kinderkrankheit, für Menschen dagegen tödlich. Dieses Fieber tritt alle achtundvierzig Jahre auf und setzt eine enge und seltene Konstellation der vier Monde Darkovers voraus.Seit unvordenklichen Zeiten halten sich die eher zurückhaltenden Waldläufer an streng markierte Grenzen zwischen ihrem Land und dem der Bodenbewohner. Ihre bevorzugten Aufenthaltsorte sind die Wälder zwischen dem Fluß Kadarin und den Hellers. Sie überqueren zwar nie den Kadarin, betrachten aber jeden Menschen, der in ihr Territorium eindringt, als ihnen rechtmäßig zustehendes Angriffsziel. Einige Waldläufer leben sogar davon, Durchreisende zu überfallen, besonders Familien, mit denen kein Handelsabkommen in Kraft ist. Normalerweise sperren sie Gefangene auf Lebenszeit ein.
Ihre Bauten verraten einen hohen Grad an Eleganz und Anpassungsvermögen. Zwischen den Kronen eines Kreises großer Bäume befinden sich Plattformen aus gefällten Stämmen, die mit großen, geflochtenen Matten bedeckt sind Diese Plattformen sind so konstruiert, daß sie sehr viele Lebewesen tragen können. Am Rande der Plattformen befindet sich ein Kreis von Hütten. Über ihren Dächern breitet sich ein Baldachin aus grünen Blättern aus, Reben wachsen an den Wänden, die schwer sind von reifen, saftigen Beeren. Sie benutzen lebende Kletterpflanzen, um Brücken von großer Länge und Haltbarkeit zu bauen, die als ,,Schwingbrücken" bezeichnen. Ihre Heimstatt in den Kronen der Bäume, denen jeweils ein Ältester vorsteht, nennen sie ,,Nester", Später wurde dieser Begriff auf die Waldstädte ausgedehnt, die Namen wie ,,Nordnest" tragen, bedeutet aber auch Familie im weitesten Sinne.
Sie ziehen Mondlicht dem Sonnenlicht vor, und die Beleuchtung ihrer Nester besteht aus dem wundersam phosphoreszierenden Glanz von auf Baumstämmen wachsenden Schwämmen, die bizarre, ornamentreiche Formen annehmen können.
In Käfigen aus transparentem Geflecht summen leise handtellergroße Leuchtinsekten vor sich hin, die mit kleinen Happen eines leuchtenden Schwammes gefüttert werden. Es werden mehr Frauen als Männer geboren, so daß nach dem Erwachsenwerden ,,nichtverheiratete" Frauen aus dem Nest geworfen werden. Sie gelten als ,,jene, die nicht die Städte betreten dürfen", jedenfalls solange, bis ein unverheirateter Mann eine von ihnen erwählt, mit Girlanden aus roten Blättern schmückt und als ,,Erwählte" ins eigene Nest heimführt. Unfruchtbare Frauen können von ihren Männern nicht verstoßen werden, müssen jedoch als Dienerin für ihre Nahrung sorgen.
Die Waldläufer legen Pilzfarmen an und kultivieren verschiedene Sorten von Baumschwämmen, auch um Regenwasser dorthin zu leiten, wo es am dringendsten benötigt wird. Einige Bergvölker treiben Handel mit ihnen. Diese Familien werden nicht als Eindringlinge betrachtet, da sie ihnen Messer und Werkzeug als Gegenleistung für bestimmte Sachen geben, die sie anbauen, hauptsächlich Färbemittel und getrocknete Pflanzen, Kräuter für medizinischer Zwecke, Nüsse und Obst. Ihre Nahrung besteht aus einer Vielzahl von Früchten, Nüssen und Gemüse. Die Waldläufer sind Vegetarier.
Ihre Technologie ist mit der terranischen Steinzeit vergleichbar: Sie stellen Messer aus Feuerstein her, die sie geschickt benutzen. Einige Exemplare wurden von den ursprünglichen Kolonisten gefunden, andere werden im Museum für nichtmenschliche Artefakte in Arilinn aufbewahrt.
Der Waldläuferkrieg, auch Narr-Kampagne genannt (das Wort ,,Narr" stammt aus dem Cahuenga oder einem Bergdialekt und bezeichnet einen Bergpaß in den Hellers), war eine Auseinandersetzung zwischen den Bergbewohnern und den Waldläufern im Narr-Distrikt, der zwölf Jahre vor der Allison-Expedition stattfand. Im Alter von elf Jahren half Jason Allison den Waldläufern bei diesem Krieg, indem er Informationen für sie sammelte. Damals überfielen sie die Hügel in der Nähe von Arillinn und erreichten fast die Verborgene Stadt.
Lerrys Ridenow kämpfte auf der Seite der Menschen gegen die Waldläufer und weiß zu berichten, daß sie nach terranischen Maßstäben einen ,,dreckigen" Kampfstil haben. Gerüchte besagen, daß dieser Krieg auf die Sharra-Rebellion zurückzuführen war und damit auf menschliche Übergriffe auf das Gebiet der Waldläufer. Der Lord von Carthon schloß allerdings vor vielen Jahren einmal einen Vertrag mit dem Volk der Waldläufer, dem ein Goldenes Zeitalter folgte.
So wie Chieri sich mit Menschen paaren können, sollen auch Waldläufer dazu in der Lage sein, allerdings gibt es bisher keine Beweise. Vielleicht geschieht es zuweilen während der Geisterwinde. Das könnte auch der Grund dafür sein, weshalb die Bezeichnung Waldläufer manchmal in abfälliger Weise für menschliche und halbmenschliche Waldbewohner und Banditen verwendet wird - in Erinnerung an ein altes Vorurteil, wonach in den Nestern der Waldläufer merkwürdige sexuelle Praktiken angewandt werden.


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