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38. Übung Kenner kennen:

38. Übung Kenner kennen:

Instruktion: Bevor Sie auf Leute zugehen, vergewissern Sie sich derjenigen Dinge bei sich, zu denen Sie selber stehen, die Sie gut heißen, wertschätzen, sich daran freuen - was immer das auch ist und was immer auch andere davon halten mögen. Nehmen Sie immer auch Teile Ihres Äußeren dazu, also nicht nur Abstraktheiten wie "Ich bin zuverlässig". Pathetisch wird das oft genannt "Lieben Sie sich selber". Gemeint ist etwas handfestes: Wenn Sie jemand gegenüberstehen, ergreifen Sie ihre eigene Partei und betrachten sich wohlwollen, hören sich wohlwollend zu, halten ihre Anwesenheit für eine richtige. Der eitle und selbstgefällige Mensch geht davon aus, daß die anderen ihn toll finden. Das ist hier nicht gemeint. Es geht lediglich darum, daß es zumindest einige Aspekte gibt, zu denen Sie gut stehen können, auch wenn Sie (noch) der einzige Fan in Ihrem Fanclub sein sollten. Die anderen dürfen im Übrigen denken was sie wollen.

Ziel: Sie wirken damit anziehender und vielversprechender und laden eher ein. Wenn Sie nur mißtrauisch und abweisend schauen, laden sie aus, auch wenn ihr Wunsch ganz gegenteilig ist. Wenn Sie nur ängstlich schauen, wirkt das leicht wie "rühr mich nicht an". Wer sich selber gar keinen Kredit geben kann, hat es schwer, bei anderen wohlwollende Phantasien auszulösen (außer, wie gesagt, bei jemand mit Helfersyndrom).



Einfügen:

evt. zu Zitat Ovid, oder ohne

"Wir sind gestern ins Wien gegangen, ohne uns irgendetwas vorzunehmen, haben uns in die unmittelbare Nähe von zwei Frauen gestellt und begonnen intensiv miteinander zu sprechen. Wir sind ja das erste Mal zusammen ausgegangen. Eine von den beiden hat uns dann angesprochen, dann auch die andere. Wir haben geantwortet, dann aber weiter miteinander gesprochen-. Kurz und klein: Die beiden haben es mehrfach versucht und schließlich haben wir uns dazu gesetzt und lange miteinander gesprochen, es war unglaublich, wieviel Gemeinsamkeiten wir dabei entdeckten. Sie wollten uns schließlich sogar im Auto ein Stück mitnehmen. So etwas ist uns in 4 Jahre Karlsruhe nicht passiert. Liegt das jetzt am Flirtkurs? Wenig später, in einer anderen Kneipe, wir stehen wieder da und unterhalten uns, fragen uns zwei Frauen, ob sie sich dazu stellen können. Verstehe ich nicht, das ist früher nie passiert."

Der Grund war nicht schwer zu finden: Die beiden haben zum einen keinen Erwartungsdruck auf die Frauen ausgeübt, waren miteinander engagiert und zufrieden - hingen also nicht herum wie hungrige Wölfe auf der Jagd oder eingeschnappte Kleinkinder, die jemand vergessen hat abzuholen, und sind auf die Kontaktbemühungen eingegangen. Eine Portion Glück kommt hinzu. Das Glück ist aber normalerweise mit den Tüchtigen.



Einfügen in: echt blöd statt falsch gut, Echtheit vor Fassade und Tricks usw.

Unmittelbar nachfühlbar ist, daß folgende Haltungen einem Flirt eher im Wegen stehen: verkopft, berechnend, undurchschaubar, manipulativ, intrigant, gehemmt, verklemmt, unoffen, Fassade, verstellt" usw. Dem wird Spontaneität und Echtheit gegenübergestellt. Diese Forderung an sich selber ist der Flirtkiller Nummer eins, ich kann mich schwerlich auffordern spontan zu sein - dann bin ich’s ja nicht mehr. Unter "spontan" verstehen in diesem Zusammenhang die meisten,. daß man sich offen, frei, ungehemmt und ungezwungen seinen Gefühlen und Impulsen einem anderen Menschen gegenüber überlassen kann, ohne viel herumzurechnen und zu rechten, was der andere wohl darüber denkt. Andere Ausdrücke dafür sind: impulsiv, offen, direkt, gerade heraus, unverstellt, ehrlich, unmittelbar, emotional". Alle diese Ausdrücke klingen positiv, weil sie meist auf positive Gefühle und Bestrebungen angewendet werden. Man muß aber bedenken,. daß Haß, Aggression, Verachtung, Neid, Eifersucht, Gier, Bosheit, Gewalttätigkeit usw. genauso direkt, unmittelbar und "ehrlich-spontan" ausgelebt werden können, in Kriegen wird das massenhaft praktiziert. Wenn bis vor wenigen Jahren die amerikanischen Marines noch das Lied "1,2,3,4 every night we pray for war, 5,6,7,8 rape kill mutilate" gesungen haben, wird da durchaus eine Vorfreude auf die erlaubte Gewalttätigkeit eingeübt. In Friedenszeiten künden die Gefängnisse von den Folgen spontaner Gewalt. Das wird nicht besser, wenn jemand zu seiner Gewalt steht.

Spontan wird somit auch gleichgesetzt mit "schnell" reagieren Tatsächlich verhält es sich anders: Ich kann auch spontan (schnell) verstummen, gehemmt sein, gelähmt sein, stottern, blockiert sein, verwirrt sein usw. D.h., spontan hat nichts mit "schnell handeln " zu tun und nichts mit der Art der Gefühle. Wenn gleichwohl "schnell mit spontan gleichgesetzt wird, dann aus folgendem Grund: Man ist leicht geneigt, dem schnell reagierenden Menschen zu glauben, daß er sich keine Hintergedanken gemacht hat, berechnend ist, manipuliert usw..- Das ist aber unberechtigt. Der professionelle Süßholzraspler und Charmeur oder die "Hasch mich ich bin der Frühling " junge Frau sind durchaus schnelle Rechner und manipulativ - sie neigen zum Machtflirt. In einer Comic Sprechblasse würde man ihre sprachlichen Absonderungen mit "Sülz...Laber...Schwall" kennzeichnen. Ich kann daher auch spontan ausweichen, vermeiden, mich bedeckt halten, lügen und täuschen. Hier kommt also noch ein Merkmal hinzu: Jeder reagiert natürlich schnell, z.B. erschrocken oder begeistert - aber es kann sein, daß er zugleich oder sehr schnell noch andere Reaktionen bei sich wahrnimmt wie: Angst, Unruhe, Unsicherheit. Wenn von spontan die Rede ist, meint man in der Regel, daß das Erlebte auch schnell und direkt mitgeteilt wird.

Tatsächlich hilft uns der Begriff Echtheit natürlich auch nicht besonders weiter. Denn unter echt wird gerne das Eindeutige und Edle gemeint. Umgangssprachlich sind die Menschen weiter, indem sie jemanden als "echt blöd" bezeichnen. Damit ist gemeint, daß der andere nicht nur einen Ausrutscher produziert hat, sondern das Verhalten zu ihm originär zugehört.

Wenn hier von Echtheit die Rede ist, ist damit gemeint, daß jemand hinter dem steht, was er macht und tut, also kongruent, stimmig ist. Das bin ich natürlich auch, wenn ich verstumme - weil ich hin und her gerissen bin. Würde ich mich gewaltsam für eine Lösung entscheiden,

würde ich die Zerrissenheit übergehen und eine Eindeutigkeit vorspielen, die ich gar nicht habe. Stehe ich hingegen dazu, bin ich wieder kongruent: :"Kommst Du morgen auf unser Fest?" "Ich weiß nicht recht, ich bin hin und her gerissen....also ich sag jetzt einfach ja und probier’s mal. "Eine unechte Antwort wäre: "Au ja gerne" oder "Nee, keine Lust".

Also reicht es nicht, spontan, ehrlich und zu sich stehend zu sein, um flirten zu können . die

Grundhaltungen zeigen, was noch dazu gehört. Im Wesentlichen natürlich die Berücksichtigung der Bedürfnisse und der Menschenwürde meines Gegenübers.



Flirtkiller:

1.Endlos Fragen stellen, wenn man nicht bekommt, was man möchte und erst dann aufhören, wenn man die gewünschten Antworten bekommt. Fragen als obszöner und penetranter Versuch, sich durchzusetzen, als Nörgeln, bohren usw. Typisch für Leute, die ihre Interessen verdeckt äußern. Bodenheimer: Obszönität des Fragens. "Ich möchte nur darüber reden...".

2. Flirtkiller: mehr desselben. Häufig gehen Flirts daneben, weil der eine der beiden nicht respektiert, daß der andere aufhört, sich zurückzieht, eine Pause macht usw. Der Rückzug eines Menschen vom Flirt ist völlig normal, wenn er nämlich gemerkt hat, daß er sich weiter aus dem Fenster gelehnt hat als er leben kann. Um noch einmal Hegel zu zitieren: (S.545)"Jeder Mensch zwar hat ein Herz für die Liebe und das Recht, dadurch glücklich zu werden; wenn er aber hier, gerade in diesem Falle, unter den und den Umständen, in betreff gerade auf dieses Mädchen, sein Ziel nicht erreicht, so ist damit kein Unrecht geschehen."

Viele Flirter entwickeln ihre eigene Verliebtheit aber weiter und ergänzen sich einfach imaginativ, illusionär die fehlenden Teile beim anderen. Sie stellen dann penetrante Fragen der Art "Warum warst Du nicht da, willst Du nicht, kannst Du nicht, was ist anders, vorher war es doch auch gut usw.

Damit verderben sie das Vorhandene und das Mögliche.

Besser ist: Sie ziehen sich ebenfalls ein Stück zurück, und zwar soweit, daß der andere seine wohltuende und sichere Distanz, die er sucht, wieder hat. Aus dieser Distanz heraus kann das Vorhandene und gut gebliebene noch genossen werden. Dann kann der Flirt vorn vorne beginnen - wenn jeweils das Tempo des anderen respektiert wird. D.h., jetzt könnte das Spiel anders ausgehen, auf anderen Wegen, langsamer, wie auch immer.

Leider passiert das Gegenteil oft. Gekränkt, verletzt, beleidigt, wütend, trotzig usw. zieht sich der vergebliche lover zurück und zerstört somit das, was er doch vorher begehrt und gemocht hat. Einfacher wäre es, den Schmerz als die Ergebnis der Ent - Täuschung, also der Aufklärung zu erkennen und anzuerkennen und eine neue Position zu suchen, die ihm erlaubt, sein Gegenüber zu mögen, ohne sich in sinnlosem Begehren zu verzehren.

Dazu müßte er selber Distanz nehmen und sich mehr Dingen widmen, die ihn ausfüllen und beschäftigen, statt sich ausschließlich auf den begehrten Menschen zu konzentrieren.









Flirtatmosphäre/Fördernd:

Hegel ( 1955 (1842) S. 545

Flitbereitschaft entsteht also am besten da, wo noch nichts fest entschieden ist und die Beteiligten offen füreinander sind. Das ist nun am ehesten der Fall, wenn Menschen jung sind oder in Lebensumständen leben, die so eine Offenheit enthalten.

So ist der Studienbeginn, der Aufenthalt in im Ausland, der Umzug in eine neue Nachbarschaft, eine neue Arbeitsstelle usw. mit solchen Unsicherheiten und Neuheiten verbunden.

Aber auch im kleinen Bereich: Man bereitet ein Essen für Freunde vor, das einfach anbrennt - und muß nun improvisieren. Der vereinbarte Besuch im Kino fällt mangels Karten aus usw.

In jedem Fall sind die Augen, Ohren und Herzen zwangsläufiger offener für die eigenen Gefühle, und , wie Hegel scharfsinnig bemerkt, auch für die des anderen: "Die Jugend nun, wenn die Individuen noch in gemeinsamer Unbestimmtheit ihrer wirklichen Verhältnisse leben, ist die Zeit, in welcher sie sich aneinanderschließen und so eng zu einer Gesinnung, einem Willen und einer Tätigkeit verbinden, daß dadurch jedes Unternehmen des einen zugleich zum Unternehmen des anderen wird.

In der Freundschaft zwischen erwachsenen Männern sieht er das anders: Jeder geht dort seinen eigenen Weg.

Nun ist das keineswegs ans Alter gebunden, sondern lediglich an die Bereitschaft, sich von eigenen Festlegungen herunterzubegeben und dem Neuen zu öffnen. Wenn die Freunde mit dem Alter abnehmen und immer weniger neue Freundschaften gefunden werden, so hängt das wesentlich ...
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