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Der Feuersturm

Die Zerstörung Hamburg ´s

In den ersten Stunden des 25. Juli 1943 begannen die vereinigten alliierten Luftflotten mit dem Unternehmen ´Gomorrha´ (milit. Code-Name). Die Operation endete am 03. August 1943.
Innerhalb von 10 Tagen wurden bei 4 Nachtangriffen der Engländer und 2 Tagangriffen der Amerikaner weite Teile Hamburgs vernichtet. Insgesamt wurden 34.000 Tote (mehr als 4/5 aller Hamburger Luftkriegsopfer) gezählt. 125.000 Verletzte und 900.000 Menschen, die ihr Heim als sog. ´Ausgebombte´ verloren hatten.
Der Turm (mit 147,3 Metern die höchste Erhebung von Hamburg) von St. Nikolai war Zielpunkt aller 213 Luftangriffe zwischen dem 18. Mai 1940 und dem 17. April 1945.
Insgesamt verloren etwa 55.000 Hamburger durch Bomben und andere Kriegseinwirkungen ihr Leben im 2. Weltkrieg.
Über die Grenzen Hamburgs hinaus wurde die Bombardierung der Stadt durch den FEUERSTURM bekannt.
Es handelt sich dabei um ein bis dahin unbekanntes Phänomen modernen Luftkrieges, entstanden im zweiten verheerenden Nachtangriff vom 27./28. Juli 1943.
Betroffen waren die Stadtteile Rothenburgsort, Hammerbrook, Borgfelde, St. Georg, Hohenfelde, Hamm, Ellbek; insgesamt ein dicht bebautes Wohngebiet mit 13,1 qkm mit stark überfüllten Arbeiterwohnquartieren. Infolge der besonderen atmosphärischen Bedingungen war durch Spreng- und Brandbomben dort ein riesiger Flächenbrand mit einem Feuersturm von orkanartiger Stärke verursacht wurden, der Menschen, Bäume und Hausdächer in das Zentrum der Flammen riß. Viele Menschen erstickten in den Luftschutzkellern, weil der Feuersturm allen Sauerstoff aufsog. Eine weitere Ursache war die glühende Hitze, die 800°C erreichte.
Das Unternehmen ´Gomorrha´ erreichte mit der Nacht des Feuersturms seinen schrecklichen Höhepunkt. Während der anderen Tag- und Nachtangriffe waren zunächst die Innenstadt und das Zentrum von Altona, sowie Teile von Elmsbüttel und Harvestehude, später die Rüstungs- und Versorgungsbetriebe im Hafengebiet zerstört worden.
Der dritte Nachtangriff am 29./30. Juli 1943 traf eine entvölkerte und schutzlose Stadt und die Stadtteile Rotherbaum, Eppendorf (West) sowie St. Georg, Uhlenhorst, Winterhude und Barmbek östlich der Alster.
Der Luft- und Bombenkrieg war von der Wehrmacht und den Nazis ab 1939 begonnen worden (Zerstörung von Warschau, Rotterdam, Coventry, Birmingham).
Die Alliierten antworteten 1942 mit der Zerstörung Lübecks.
Hamburg sollte bereits 1942 von den Alliierten zerstört werden. Der Angriff traf jedoch Köln, weil in Hamburg schlechtes Wetter herrschte. Ihre Angriffe flogen die Royal Airforce (England) und die 8. US-Luftflotte mit jeweils 700 - 740 Bombern.
Die neue Luftkriegsstrategie war aus der politischen Vorgabe des ´Moral Bombing´ entwickelt worden.. Hierzu hatte Churchill am 14.02.1942 dem neuen Bomber-Kommando folgende Weisung erteilt: ´Es ist entschieden worden, daß das Hauptziel ihrer Operationen sich gegen die Moral der Zivilbevölkerung richtet, insbesondere gegen die der Industriearbeiter.´
Diese Weisung wurde von dem Chef des Bomber Commands, Luftmarschall Arthur Harris, mit großer Konsequenz und Rücksichtslosigkeit, auch gegen die englischen Flieger, in die Tat umgesetzt.
Nach der Zerstörung von Hamburg im Feuersturm im Juli 1943 dauerte der 2. Weltkrieg noch fast 2 Jahre. Die Rüstungs- und Versorgungsbetriebe (jedoch nicht die Wohngebiete), waren wenige Wochen nach dem Großangriff bereits wieder intakt. Nach Meinung von Militärs und Historikern war durch die alliierten Luftangriffe die Moral der Bevölkerung nicht in einem solchen Maße untergraben worden, daß ihre Fähigkeit zum bewaffneten Widerstand entscheidend geschwächt war.
Dennoch herrschte im deutschen Volk die nicht ausgesprochene Meinung vor: ´Wer Wind sät, wird Sturm ernten.´ Insofern wurden die Bombenangriffe als erwartete Reaktion auf den im deutschen Namen angezettelten 2. Weltkrieg verstanden. Im Hinblick auf die Bombardierung der barocken Stadt Dresden im Februar 1945 wird eine militärische Notwendigkeit nicht gesehen. Diese Meinung wiegt auch in der britischen Öffentlichkeit vor.
Der Feuersturm hatte nicht nur ganze Stadtteile in Hamburg und über 270.000 Wohnungen zerstört, sondern die Frage beim Militär und bei der Bevölkerung aufgeworfen nach dem Luftschutz und der Luftabwehr.
Für den Luftschutz waren Vorbereitungen getroffen (Luftschutzbunker, Alarmmelde- und Rettungseinheiten). Die Luftabwehr hatte zahlreiche Flak-Einheiten, Flak-Leitbunker (z.B. Heiligengeistfeld) stationiert.
Tatsächlich war während der Angriffe von den Alliierten die deutsche Luftabwehr nachhaltig und vollständig durch den Abwurf von Millionen reflektierenden sog. Stanniol-Streifen gestört worden. Diese 25 cm langen, federleichten Streifen ließen praktisch die deutschen Radar- und Jägerleitzentralen durch elektronische Störungen ´erblinden´.
Militärische Geheimniskrämerei hatte auf deutscher Seite den alliierten Überwachungseffekt ermöglicht. Das auf 49cm Wellenlänge arbeitende deutsche Funkmeßverfahren war elektronisch anfällig. Die Mittel hierzu (Stanniolstreifen) galten als Staatsgeheimnis.
Demgegenüberarbeitete das von den Engländer eingesetzte H2S-Radar auf 9 cm Wellenlänge und ließ sich, elektronisch hochauflösend, hervorragend für den Luftkrieg einsetzen. Das Geheimnis dieses Gerätes wurde enträtselt, als für die Deutschen der Luftkrieg bereits verloren war.
Während des Unternehmens ´Gomorrha´ wurden annähernd 10.000 to Bomben auf Hamburg abgeworfen. Die Verluste auf Seiten der Alliierten waren äußerst gering, dank ihrer besseren aktiven und passiven Radar-Elektronik.
Es ist ein Gebot der Fairneß, die Feststellung auszusprechen, daß der Luftmarschall Arthur Harris zugeordnete Beiname ´The butcher´ - ´der Schlächter´ seinen Ursprung in England hatte. Hauptgrund dürfte die Zerstörung von Dresden sein. Vor wenigen Jahren erstattete das englische Königspaar der Stadt einen Kondolenzbesuch in der Dresdner Kreuzkirche.
Am Wiederaufbau der Frauenkirche ist das Königshaus beteiligt.


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