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********))Der Mars((********************

Unser äußerer Nachbar im Sonnensystem ist Mars. Er ist nach dem römischen Gott des Krieges (griechisch = Ares) benannt. So ist es nicht verwunderlich, dass vermeintliche Marsbewohner in der Fantasie der Science-Fiction-Autoren meist ein kriegerisches Volk waren und die Menschheit angriffen.

Konnte sich aber wirklich Leben auf Mars entwickeln? Diese Frage stellten sich einige Forscher, als der amerikanische Unternehmer und Astronom Percival Lowell (1855 - 1916) die bereits 1877 vom italienischen Astronomen Giovanni Schiaparelli (1835 - 1910) entdeckten Schluchten und Gräben, die so genannten "Marskanäle", als künstliche Bewässerungssysteme deutete. Bessere Teleskope und moderne Sonden haben dies aber längst widerlegt und die meisten Wissenschaftler haben nie an Marsbewohner geglaubt.

1976 suchten die Viking-Sonden vergeblich nach Lebensspuren auf dem Roten Planeten. Dass es einfachste Lebensformen gab oder vieleicht in wasserhaltigen, tieferen Bodenschichten sogar noch gibt, ist dennoch nicht völlig ausgeschlossen. Sollte es aber tatsächlich Leben auf dem Mars geben oder gegeben haben, dürfte es sich nach Meinung von Wissenschaftlern um sehr einfache Formen von Bakterien oder anderen Einzellern handeln. Viele Forscher sind davon überzeugt - und aktuelle Messergebnisse von Raumsonden
sprechen dafür -, dass es auf dem Roten Planeten einmal Wasser gab und eventuell unter der Oberfläche in gefrorener Form noch gibt.

Man vermutet auch, dass Mars in seiner Urzeit einmal deutlich wärmer war und über große Seen oder gar Ozeane verfügte. Damit hätte er ähnlich günstige Bedingungen für die Entwicklung von Leben geboten wie die Erde. Vielleicht verbergen sich in bestimmten Nischen tatsächlich primitive Lebensformen, denn auch auf der Erde werden immer wieder kleinste Mikroorganismen entdeckt, die selbst unter extremsten Umweltbedingungen existieren können. So leben in heißen Quellen oder im Eis der Antarktis primitive
Bakterien.

Diese Funde auf der Erde ermutigen die Wissenschaft, auch auf anderen Planeten mit extremen Bedingungen nach Leben zu suchen. Dies dürfte sich aber vermutlich nur unter der Oberfläche finden lassen, wo es vieleicht Wasser gibt. Mars ist etwa halb so groß wie die Erde. Ein Marstag dauert nur ca. 40 Minuten länger als ein Erdentag. Außerdem gibt es auf dem Roten Planeten Jahreszeiten, die wiederum doppelt so lange währen wie unsere. Seine maximale Entfernung von der Erde beträgt 400 Millionen Kilometer.

Stehen die Planeten günstig zueinander, nähern sie sich bis auf 55,65 Millionen Kilometer an. Dies spielt bei dem Start von Marsmissionen eine entscheidende Rolle, weswegen es immer nur alle zwei Jahre günstige Termine für den Start von Sonden und Satelliten gibt. Für eine Sonnenumkreisung benötigt Mars etwa zwei Erdenjahre. Auf der Marsoberfläche ist es deutlich kälter als auf der Erde. Die Durchschnittstemperatur liegt bei -25 Grad Celsius. Die Temperatur kann aber zwischen +20 Grad und -120 Grad Celsius
schwanken, was an der geringen Dichte der Marsatmosphäre liegt.

Sie kann die Sonnenwärme nicht speichern und gibt sie rasch wieder ab. Zu 95 Prozent besteht diese dünne Atmosphäre aus Kohlendioxid. Bleibt die Frage, warum der Planet rötlich erscheint. Das liegt daran, dass der Oberflächenstaub viel Eisenoxid enthält - oder anders ausgedrückt: Mars ist "verrostet".

(Marsbahn)

Mars ist, von der Sonne aus gesehen, der vierte Planet. Da seine Umlaufbahn nicht parallel zur Umlaufbahn der Erde verläuft, ergeben sich erhebliche Schwankungen im Abstand von Erde und Mars. Durch die schwankenden Entfernungen wechselt auch die Helligkeit von Mars als Beobachtungsobjekt am Firmament.


Wenn man Mars über eine längere Zeit hinweg beobachtet, stellt man fest, dass er eine scheinbare Schleifenbewegung vollzieht: Mars folgt am Himmel seiner rechtläufigen Bahn nicht mehr, sondern er "stoppt" und läuft dann sogar rückwärts am Himmel entlang. Dieses Phänomen erklärt sich durch die unterschiedlichen Bahngeschwindigkeiten von Mars und Erde. In Opposition überholt der innere Planet Erde den außen liegenden Mars, weil dieser ja den weiteren Weg zurückzulegen hat.

(Marsoberfläche)

Die Landschaften auf dem Roten Planeten sind sehr vielfältig. Neben Kratergebieten und Gebirgen gibt es weite Wüsten, vereiste Polkappen, tiefe Schluchten und sehr hohe Vulkane. Die Krater stammen von Einschlägen zahlreicher Meteoriten und sind - anders als bei Venus - zum Teil erodiert. Dazu tragen starke Winde bei, die sich zu schweren Stürmen auswachsen können. Diese Winde wirbeln Staub auf, sodass auch die dünne Marsatmosphäre rötlich schimmert.

Sandstürme können sich über Monate hinziehen und, wie zum Beispiel 2001, Mars komplett einhüllen. Auf Mars findet man auch den höchsten Berg des Sonnensystems. Olympus Mons ist fast 27 Kilometer hoch und sein Durchmesser liegt bei rund 600 Kilometer. Dies entspricht der dreifachen Größe des nur knapp neun Kilometer hohen Mount Everest (8.848 Meter). Auch die Ausmaße verschiedener Schluchtsysteme sind beachtlich. Im Äquatorbereich befindet sich eine ausgedehnte Ebene (Valles Marineres).
Darin sind Schluchten, die viermal so tief und zehnmal so lang sind wie der Grand Canyon in Amerika.

(Marsmonde)

Mars hat zwei Trabanten. Ihre Namen wurden den Begleitern des Kriegsgottes Mars gewählt: Deimos und Phobos, also Schrecken und Angst. Sie wurden 1877 vom Astronomen Asaph Hall (1829 - 1907) entdeckt. Wegen ihrer Form werden sie auch Kartoffelmonde genannt. Ihr Aussehen deutet darauf hin, dass es sich bei ihnen um Asteroiden handelt, die von der Schwerkraft des Mars "eingefangen" wurden.


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