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********)) Kometen (( ***********

Schon immer haben Kometen die Menschheit fasziniert und erschreckt. Oft wurden sie als Vorboten von Katastrophen oder gar vom Ende der Welt angesehen. Dank der modernen Astronomie werden Kometen heute eher als faszinierendes Naturschauspiel betrachtet.

Die europäische Raumsonde Giotto flog beim letzten Auftauchen des Halleyschen Kometen im Jahr 1986 in nur 500 bis 600 Kilometer Entfernung an dessen Kern vorbei und lieferte einmalige Daten über die Zusammensetzung des Kometen. Das Wort Komet stammt übrigens aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie "Haarstern".

(Aufbau)

Ein Komet besteht aus Kern, Koma und Schweif. Der Kern hat einen Durchmesser von nur wenigen Kilometern. So ergab die Vermessung der Raumsonde Giotto, dass der Halleysche Komet etwa 15 Kilometer lang und acht Kilometer breit und tief ist. Sein Material besteht vor allem aus Eis und Staub. Daher kommt auch die Bezeichnung "schmutziger Schneeball".

Den Kern umgibt die Koma, die den größten Teil des Kometen ausmacht und einen Durchmesser von 100.000 oder mehr Kilometern haben kann. Die Koma entsteht bei der Annäherung des Kerns an die Sonne. Eis verdampft teilweise und umgibt den Kern wie eine Gaswolke. Durch den Sonnenwind wird dann ein Teil des Gases der Koma weggeblasen. Der Gasschweif des Kometen entsteht. Sobald sich der Komet von der Sonne entfernt, fliegt der Gasschweif infolge des Drucks des Sonnenwindes quasi voraus. Vom Kern gelöste feste
Teilchen bilden den Staubschweif. Dieser weist ebenfalls, wenn auch leicht gekrümmt, ständig von der Sonne weg. Die Länge eines Kometenschweifes kann bis zu 300 Millionen Kilometer betragen.

(Herkunft und Bahnen)

In über 1.000facher Plutoentfernung soll es eine Zone geben, in der Milliarden von Kometenkernen existieren. Der niederländische Astronom Jan Hendrik Oort (1900 - 1992) hat 1950 diese "Wolke", ohne sie sehen zu können, erstmals theoretisch beschrieben, weswegen sie auch seinen Namen trägt: die Oort'sche Wolke.

Die Oort'sche Wolke stellt möglicherweise einen Überrest von der Entstehung des Sonnensystems dar. Deshalb ist die Erforschung von Kometen von großem Interesse. Sie könnte Aufschlüsse über die Anfänge der heutigen Planeten geben. Die Oort'sche Wolke unterliegt dem Gravitationsfeld der Sonne. Gelegentlich bricht ein Kern aus der Wolke aus und gerät in die inneren Planetenbahnen. Ein Grund dafür könnte etwa eine Kollision innerhalb der Wolke sein.

Passiert ein Komet auf seinem Weg zur Sonne einen größeren Planeten, so kann seine Bahn wiederum abgelenkt werden, wodurch er in eine relativ kurze elliptische Bahn gerät. Er wird zu einem "kurzperiodischen" Kometen, der für den Umlauf um die Sonne vergleichweise wenige Jahre benötigt. Neuerdings vermutet man, dass solche Kometen nicht aus der Oort'schen Wolke stammen, sondern ihren Ursprung im Kuiper-Gürtel kurz hinter der Neptunbahn haben.

Ein berühmtes Beispiel für einen kurzperiodischen Kometen ist der Halley'sche Komet. Er kreuzt die Bahn der Erde alle 76 Jahre. Berühmt ist er vor allem deshalb, weil er der erste Komet war, dessen Wiederkehr korrekt vorausgesagt wurde. Der englische Astronom Edmund Halley (1656 - 1742) hatte die Kometenbahn berechnet und seine Rückkehr für das Jahr 1759 angekündigt. Der Komet erscheint seit mindestens 240 v. Chr. immer wieder. Während eines Umlaufs verliert der Halleysche Komet ca. 200 Millionen Tonnen
seines Gesamtgewichts.

Da er aber ziemlich viel Materie enthält, wird er die Sonne noch einige 10.000 Jahre passieren. Es gibt auch Kometen die nicht periodisch sind. Sie machen sogar den weitaus größeren Anteil aus. Diejenigen, die länger als 200 Jahre für eine Umlaufbahn brauchen, werden als "langperiodisch" bezeichnet. Die kürzeste Umlaufzeit hat der Enckesche Komet mit etwa drei Jahren und vier Monaten. Im Juli 1994 wurde der Komet Shoemaker-Levy-9 von Jupiter aus seiner Bahn geworfen. Dadurch geriet der Schweifstern in das
Anziehungsfeld des Planeten. Er zerbrach in mehrere Teile und stürzte auf Jupiter. Die Folgen waren gewaltige Explosionen, wobei jede einzelne ausgereicht hätte, alles Leben auf der Erde zu vernichten.

Der Entdecker des Kometen, der 1997 verstorbene amerikanische Geologe und Astronom Eugene Shoemaker, wurde gefragt, ob dergleichen auch der Erde widerfahren könne. Seine Antwort lautete: Es ist nicht die Frage, ob es passiert. Von Interesse ist, wann es geschieht.


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