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marcbastian.peperonity.net

Seti@home-Artikel

PalmPaperartikel 01.03.03

SETI@home: Auf der Suche nach Außerirdischen von Zuhause aus


Was ist SETI (Search for Extraterrestrial Intelligence)?

Den Anfang nahm die SETI - Forschung mit Erfindung der Radioastronomie. Das Spektrum der Radiowellen liegt bei einer Frequenz zwischen 100 Mikrometern und mehr als einem Meter. Dieser Frequenzbereich liegt weit außerhalb des sichtbaren Lichtes der zwischen 4000-7000 Ångström liegt. Radiowellen werden nicht durch die Atmosphäre gefiltert und sind somit ein hervorragendes Betätigungsfeld für Astronomen zur Erforschung des Weltraums. Mit Hilfe der Radioastronomie können Planeten unseres Sonnensystems studiert werden, indem man Radiosignale zu den Oberflächen der Planeten sendet und beobachtet was zurück kommt. Damit kann man z.B. die Oberfläche der Venus durch ihre sehr dichte Atmosphäre hindurch kartographieren. Der Himmel der Radioastronomen ist voll von Pulsaren (pulsierende stellare Objekte), Quasaren (quasi stellare Objekte), heißen Wolken aus interstellaren Staub usw.

Die Ersten, die eine Möglichkeit erkannten, was die Radioastronomie noch vermochte, waren die beiden Cornell-Physikprofessoren Giuseppe Cocconi und Phillip Morrison. Sie veröffentlichten 1959 eine Abhandlung in der Zeitschrift „Nature“ mit dem Titel „Suche nach interstellarer Kommunikation“. In dieser Abhandlung erklärten sie, dass die nun verfügbaren Radioteleskope sensibel genug seien, um Radiosignale von entlegenen Sternen aufzufangen, Signalen gleichen Typs und gleicher Stärke, wie sie auch von der Erde gesendet werden könnten. Die beiden Professoren räumten zwar ein, dass eine Suche extrem mühsam und zeitraubend sein würde und der Erfolg schwer abzuschätzen, aber: „wenn wir niemals suchen, ist die Erfolgsaussicht gleich Null“.



Der erste der ein ausschließlich SETI gewidmetes Projekt durchführte, war 1960 Frank Drake am Green Bank Observatorium, West Virginia, USA. Drake hatte sich auch schon vor dem Artikel in der „Nature“ Gedanken über die Entdeckbarkeit von außerirdischen Zivilisationen gemacht und ein Forschungsprojekt erstellt, dem er den Namen „OZMA“ gab. Dieses Projekt sollte zwei Sterne nach Signalen außerirdischer Zivilisationen hin absuchen. Die Empfangsleistung des damaligen Teleskops und die geringe Auswahl an Frequenzen, sowie die relativ kurze Abtastdauer der Sterne, machten das Projekt zwar nicht zu einem Erfolg, den eine fremde Zivilisation wurde nicht gefunden, aber es war ein respektabler Anfang, der auch von anderen Wissenschaftlern mit Interesse registriert wurde.

Prof. Drake hat danach noch viele weitere Projekte entwickelt, ausgeführt oder geleitet und war an vielen weiteren Projekten zur SETI - Forschung beteiligt; unter anderem auch als Direktor des Radioteleskops in Arecibo. Von ihm stammt auch die sogenannte Drake-Gleichung, mit der man bestimmen kann wie hoch der Anteil an Zivilisationen in der Galaxis ist.

Was ist SETI@home?

SETI@home ist ein wissenschaftliches Projekt der Universität Berkeley, Kalifornien. Das Projekt sucht in Zusammenarbeit mit dem Radioteleskop in Arecibo nach Signalen von außerirdischen Zivilisationen im Radiospektrum, in der Nähe des „Wasserlochs“, der Wasserstoff- und Hydroxyllinie. Dieser Bereich ist sehr geräuscharm und lässt sich auch über sehr große Entfernungen noch störungsarm empfangen. Unter Wissenschaftlern wird dieser Bereich das „Wasserloch“ genannt, da Wasserstoff (H) und Hydroxyl (OH) zusammen Wasser ergeben (H2O). Dieser Bereich des Radiospektrums wird allgemein als sehr vielversprechend angesehen.

Gesucht wird nicht nur nach speziellen Nachrichten an uns oder an andere Zivilisationen, sondern auch nach Signalen wie wir sie auch aussenden. Militärische Radarsignale oder unser Fernsehprogramm werden seit über 50 Jahren unfreiwillig in den Weltraum gesandt und umgeben uns in einer schon 50 Lichtjahre großen Sphäre. Solche unfreiwilligen Signalen hoffen die Wissenschaftler empfangen zu können.

In Berkeley werden die Daten die das Arecibo Radioteleskop aufzeichnet gesammelt.

Das Teleskop ist auf der Insel Puerto Rico, nordwestlich der Stadt Arecibo, beheimatet, wo es in einem natürlichen, schüsselförmigen Karsttal liegt. Es hat einen Durchmesser von 305 Metern und ist somit das größte Radioteleskop der Welt. Es ist ein nicht schwenkbarer sphärischer Reflektor der unglaublich schwache Signale empfangen kann.

Da die Datenmenge die das Radioteleskop empfängt aber sehr umfangreich ist und man mehrere Großcomputer bräuchte um die Daten zu analysieren, hat man eine Methode gefunden um dieses Problem zu vermeiden. Man arbeitet die Daten nicht mit einem einzigen Computer ab, sondern lässt die Daten von Millionen von Computern gleichzeitig bearbeiten.

Das Internet ist die ideale Plattform um Millionen von Computern mit kleinen Datenpaketen zu versorgen die ca. 340 kb groß sind und jeweils einen kleinen Teil der Daten des Radioteleskops repräsentieren. Diese Daten werden an zur Zeit über 4,26 Millionen Computer verschickt, die diese kleinen Pakete offline analysieren und die Resultate an den Server in Berkeley zurückschicken.

Was muß ich tun um bei SETI@home mitzumachen?

Um bei SETI@home mitzumachen ist es notwendig das Programm das die Daten analysiert vom Server in Berkeley herunterzuladen. Dieses Programm ist etwas mehr als 1 MB groß und kostenlos. Man meldet sich bei SETI@home mit seiner Email-Adresse an und schon kann es losgehen. Das Programm entpackt sich selbstständig und richtet einen Bildschirmschoner auf dem PC ein, denn nur wenn man nicht am PC arbeitet werden die Berechnungen durchgeführt (es sei den man möchte permanent Daten berechnen). Das Projekt SETI@hme möchte nur die Systemressourcen nutzen, die sonst durch fliegende Microsoftfenster oder Unterwasserbildschirmschoner benötigt werden würden. So wird der Computer nicht durch das Programm belastet. Die Daten werden einmal aus dem Internet geladen und dann offline bearbeitet bis die Daten analysiert worden sind. Dann fragt das Programm ob es die Resultate zurückschicken kann. Wenn man einverstanden ist, wird der Server in Berkeley kontaktiert und die Resultate werden abgeschickt und kurz danach wird ein neues Paket (Work Unit) runtergeladen. Dieses wird wieder bearbeitet bis das Resultat feststeht usw.

Der Computer ist also nur kurzfristig mit dem Internet verbunden,.

Die Resultate werden aufgelistet und jedes abgeschickte Resultat wird gezählt und in einer persönlichen Statistik gezählt, wo man noch zusätzlich Daten über die bisher bearbeiteten Pakete und die Gasamt- und Durchschnittszeit pro Paket erfährt.

Es gibt verschiedene Gruppen die sich einen Art Wettbewerb liefern, wer die meisten Work Units bearbeitet hat. Das größte deutsche Team ist SETI.Germany und gleichzeitig das weltweit zweitgrößte Team. Hier findet auch der Neuling eine nette Gemeinschaft von Gleichgesinnten und eine große Bereitschaft sich mit den „Neuen“ und deren Problemen zu befassen. Im immer gutbesuchten Forum werden Fragestellungen schnell beantwortet und viele wertvolle Tipps zur Leistungssteigerung des Computers gegeben.

Hier findet man auch weiterführende Informationen über SETI im allgemeinen und speziellen.

Weiterführende Literatur und Links:

Signale von anderen Welten, Prof. Frank Drake

Unser Kosmos, Carl Sagan

www.seti-germany.de

www.alien.de/seti/ (deutsche Übersetzung der englischen Originalseite)



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