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Vampire

Vampire (serbisch, wahrscheinlich von makedonisch opyr für fliegendes Wesen) sind im Volksglauben und der Mythologie Blut saugende Nachtgestalten, meist wiederbelebte menschliche Leichname, die von menschlichem oder tierischem Blut leben und übernatürliche Kräfte besitzen. Je nach Kultur und Mythos werden den Vampiren verschiedene Eigenschaften und Kräfte zugeschrieben, manchmal handelt es sich auch um nichtmenschliche Gestalten wie Dämonen oder Tiere (z.B. Fledermäuse, Hunde, Spinnen).

Herkunft
Die Vorlagen für die heute am meisten verbreitete Vorstellung von Vampiren (in Westeuropa) stammen ursprünglich aus dem slawischen Volksglauben. Der Vampirglaube hat sich aus dem Karpatenraum nach Rumänien (Transsilvanien), Bulgarien, Serbien und Griechenland verbreitet. In Deutschland ist er seit 1720 belegt. Goethes Ballade Die Braut von Korinth benutzt ihn literarisch. Die Vorstellung von Vampiren ist jedoch nicht nur im Balkan verbreitet. Fast weltweit gibt es Mythen über Vampire und Vampirinnen, z. B.:

Asanbosam (Ghana, Togo, Côte d'Ivoire)
Aswang (Philippinen)
Baobhan-Sith (Schottland)
die Lamien (Griechenland, schon seit der Antike)
Wrukolakas (ebenfalls Griechenland)
Chiang-Shih China
Dhumpir (oder auch Vampir) Albanien
Die meisten der international verbreiteten Vampirtypen und ihre Namen wurden von dem britischen Okkultisten Montague Summers (1880-1948) ermittelt. Dabei muss freilich darauf hingewiesen werden, dass die Angaben von Summers nicht kritiklos nachgebetet und abgeschrieben werden dürfen. Der Okkultist war von der Existenz von Vampiren und Werwölfen überzeugt und deklarierte zum Beweis für seine These jedes nur denkbare Spukwesen als Vampir, wenn ihm die Volksüberlieferung des betreffenden Landes auch nur irgendwie Blutsaugen oder Ähnliches nachsagte, selbst wenn dieses Wesen der von Summers selbst entwickelten Definition eines Untoten völlig widersprach. Leider ist es in Kreisen der Internet-Vampirologen üblich, Summers ungeprüft zu zitieren, meistens sogar aus zweiter oder dritter Hand, und so werden inzwischen bekannte Irrtümer fleißig weitergegeben. Allerdings sind die Bücher von Montague Summers keine leichte Lektüre, sondern setzen einiges an Sprachkenntnissen (vor allem Latein)voraus.

Im deutschsprachigen Raum ist der Vampirglaube in seiner reinen Form nicht nachgewiesen, obwohl es zahlreiche Hinweise gibt, beispielsweise parallele Glaubensvorstellungen und Maßnahmen, die gegen einen Wiedergänger ergriffen werden konnten. Nach der Vorstellung in weiten Teilen Deutschlands lag der Untote weiterhin im Grab und saugte als so genannter Nachzehrer seinen Hinterbliebenen durch den offenen Mund, durch ein offenes Auge oder durch Kauen an seinem Leichentuch die Lebenskraft ab.

So gibt es in Südamerika die Vorstellung, dass sich die Vampire in Fledermäuse verwandeln können. Das ist auf die Tatsache zurückzuführen, dass es in Südamerika eine Gruppe von Fledermäusen gibt (Vampirfledermäuse), die sich ausschließlich von Blut ernähren.

Historisch verwandt mit der Thematik des Vampirs ist der Glaube an Werwesen (auch Lykanthropen genannt).

Der Mythos des Vampirismus geht auch auf den Aberglauben zurück, dass das Trinken von Blut, als Essenz des Lebens, ebenfalls lebenspendend sei. Sehr bekannt ist in diesem Zusammenhang die als „Blutgräfin“ berüchtigte Erzsébet Báthory (Elisabeth Bathory) aus ungarischer Adelsfamilie, welche nach dem Tod ihres Ehemannes im Blut von über sechshundert durch Versprechen auf ihr Schloss gelockter jungfräulicher Dienstmädchen gebadet haben soll, um sich jung zu halten. Diese Unterstellung wurde jedoch nie belegt oder bewiesen.

Der Neurologe Juan Gomez-Alonso stellte die Hypothese auf, dass eine Infektion durch Tollwut die Vorlage für die Idee eines Vampires sei. So wie Vampire immer dargestellt werden, bewegen sich auch Tollwutkranke sehr hölzern, außerdem sind sie sexuell übermäßig aktiv und sogar so aggressiv, dass sie häufig um sich beißen. Des weiteren werden sie oft von Muskelkrämpfen befallen, unter denen sie sich auf die Zunge beißen, so dass ihnen Blut aus dem Mund rinnt. Gomez-Alonso stellte weitere Parallelen fest, so werden Tollwutopfer unter Einfluss der Viren außerordentlich licht- und geruchsempfindlich.

Seine Hypothese wird auch von einer Tollwutepidemie untermauert, die angeblich im 16. Jahrhundert im Balkan zu der Zeit wütete, als die Legende des Vampirismus aufkam. Leider macht er keine verwertbaren Angaben über den konkreten Ort bzw. den genauen Zeitpunkt dieser Epidemie. Diese Theorie geht davon aus, dass zu dieser Zeit im entsprechenden Gebiet eine Tollwutepidemie ausbrach. Menschen, die an Tollwut erkrankt sind, zeigen unter Umständen Symptome und Verhaltensweisen, die teilweise den Eigenarten bzw. Schwächen der Vampire ähnlich sind, wie z. B.:

der Drang, andere Menschen zu beißen,
Schluckbeschwerden, die als Hydrophobie bezeichnet werden - man beachte die Mehrdeutigkeit des Begriffs: Hydrophobie (Psychologie)
eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber strengen Gerüchen (Knoblauch),
eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber grellem Licht (der Sonne),
die Fähigkeit, über den Biss andere Menschen mit der „Vampir-Krankheit“ zu infizieren.
Leider kann Dr. Gomez-Alonso nicht erklären, wie der Glaube aufkommen konnte, diese infizierten Menschen seien Vampire, und vor allem bleibt er uns eine Erklärung auf die Frage schuldig, wie und vor allem weshalb die Tollwutkranken, deren Überlebenschancen nach Ausbruch der Krankheit nicht sehr groß waren, am Abend aus irgendwelchen Gräbern gestiegen und vor Sonnenaufgang wieder in dieselben zurückgekehrt sein sollen - und das nach Auskunft der volkskundlichen Quellen aus Serbien (nicht Transylvanien!) über Wochen und Monate. Ein Tollwutkranker im Endstadium hat eine Überlebenschance von maximal zehn Tagen.

Als weitere real existierende Krankheit, welche zum Vampirglauben geführt haben könnte, wird zuweilen die Porphyrie anführt. Der kanadische Mikrobiologe Dr. Dolphin stellte diese Theorie auf und erhielt dafür vor 20 Jahren viel Aufmerksamkeit in der Presse. Allerdings stellt sich hier die Frage, wieso eine derartig seltene Stoffwechselerkrankung den in vielen Teilen der Welt verbreiteten Vampirglauben hervorgerufen haben sollte. Überdies ist nicht zu verstehen, wie einfache Bauern auf dem Balkan auf die Idee kamen, man könne Blut trinken, um diese Krankheit zu stoppen. Dass heute Blutpräparate verabreicht werden, ist richtig, aber die Entwicklung solcher Heilmittel setzt eine langjährige pharmazeutische Forschung voraus, die in den Dörfern von Transylvanien und anderswo vor dreihundert Jahren sicherlich noch nicht betrieben wurde.

Zugeschriebene Eigenschaften
Die unterschiedlichen Überlieferungen des Vampirmythos beschreiben verschiedene besondere Merkmale und Eigenschaften, aus denen sich die heutige Vorstellung des Vampirs zusammensetzt. Derartige Kennzeichen sind bis heute aus verschiedensten Quellen überliefert worden, die recht unterschiedlich detailliert ausfallen. Man schätzt, dass von den damaligen Mythen heute nur ein Bruchteil erhalten geblieben ist, welcher aber dennoch die Beschreibung eines Vampirs bis zu einem gewissen einheitlichen Grad zulässt.

Demnach seien Vampire untote Geschöpfe in Menschengestalt, die in ihren Grabstätten hausten und tagsüber in ihrem Sarg schliefen. Sie zeichneten sich durch ihr bleiches Äußeres aus und ernährten sich ausschließlich von Blut. Wohl deswegen besäßen Vampire ein abnormes Gebiss, welches sich vor allem durch seine spitzen Eckzähne, die als Beisswerkzeuge genutzt werden, auszeichnen solle. In vielen altertümlichen Darstellungen ist von zwei, seltener von vier Eckzähnen die Rede. Mit diesen fügen Vampire ihren Opfern, welche vornehmlich menschlich seien, eine Bisswunde zu, welche sich zumeist in der Halsgegend an der Schlagader befinde. Anschließend tränken sie vom Blut ihrer Opfer, um ihren Blutdurst zu stillen.

Als wesentliches Merkmal wird dem Vampir Unsterblichkeit zugeschrieben, die – kombiniert mit seiner in der Regel übermenschlichen Körperkraft und dem Bluthunger – einen großen Teil des Schreckens des Vampirmythos ausmacht.

Von Vampiren Gebissene würden selbst zu Vampiren. In manchen Sagen hingegen werden auch mehrere Arten von Vampirbissen dokumentiert. In manchen heißt es, der Vampir könne entscheiden, ob er sein Opfer in einen Vampir oder einen Ghul, eine Art dienender Zombie verwandele. Zumindest glauben dies ahnungslose Leute, die Eddie Murphys Film "Vampire in Brooklyn" gesehen haben und die Geschichte mit dem Ghul für einen wichtigen Beitrag zur Vampirkunde halten. Dabei ist bekannt, dass der Ghul überhaupt nichts mit dem traditionellen Vampirmythos zu tun hat, weil er seinen Ursprung im arabisch-persischen Mythenkreis hat und ein leichenfressender Dämon ist. Wieder andere Geschichten besagen, dass ein Vampiropfer nur dann zum Vampir werden könne, wenn ein (für damalige Begriffe) unreines Tier, wie etwa eine Katze, über dessen Leichnam oder offenes Grab gesprungen sei. Eine weitere Variante besagt, dass das Vampiropfer erst dann zum Vampir werde, wenn es Blut getrunken habe, das durch die Adern des Vampirs geflossen sei.

In vielen Legenden können sich Vampire in Fledermäuse oder (seltener) in Wölfe verwandeln. Sie seien nachtaktiv - muss aber nicht sein, jedoch heisst es sie lösen sich in Staub auf oder verbrennen bei Kontakt mit Sonnenstrahlen, aber das scheint in erster Linie eine Erfindung des Regisseurs Friedrich Wilhelm Murnau (Nosferatu) zu sein. Oft heißt es auch, sie besäßen kein Spiegelbild. Des Weiteren wird berichtet, dass Vampire nicht in der Lage seien, fließende Gewässer zu überqueren oder allgemein Angst vor Wasser hätten.

Viele weitere Details über Vampire sind sehr wenig verbreitet, etwa das zwanghafte Zählen (s. The Count = Graf Zahl aus der Sesamstraße) oder die Praktik, dem Vampiropfer Silbermünzen in den Mund zu stopfen, um seine Verwandlung in einen Untoten zu verhindern.

Abwehr
Hiergegen haben die Legenden passive Schutzmaßnahmen vorgesehen, von denen einige im 18. Jahrhundert durchaus Anwendung gefunden haben. So sollen Knoblauch und jedwede Darstellungen eines Kruzifix der Abschreckung dienen. Ferner soll geweihtes Wasser Vampiren Schaden zufügen. Vor allem Letzteres unterstreicht den Gegensatz der Idee des "dämonischen Charakter eines Vampirs" zu der Idee der "heiligen Kirche". Direkte Möglichkeiten, einen Vampir zu vernichten, seien das Köpfen und vor allem das Pfählen (Schlagen eines Holzpflocks mitten durchs Herz). In manchen Darstellungen führt das Pfählen allerdings lediglich zu einer Art Totenstarre, die durch das Hinausziehen des Pflocks wieder beendet werden kann.

In anderen Glaubensregionen legten die Menschen Gegenstände in die Särge der Toten, um zu verhindern, dass eben diese Toten wieder aus ihren Gräbern stiegen. Dies sollte bewerkstelligt werden, indem sie diese in ihrem Grab mit Gegenständen „beschäftigten“, so z. B. ...
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