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Sommerfrische


Von der ruhigeren Ruhe des Wassers während der Wochenendruhe...


Unterwegs auf dem Main, unten, in Churfranken, bei Miltenberg, da, wo alles irgendwie beinahe hessisch spricht, aber zu Bayern gehört, politisch... Urban Priol kommt von da... Magath kommt aus der Umgebung... Wobei, Umgebung - also, wenn dort 2 Menschen sagen, sie kämen vom Main, sie müssen keine Nachbarn sein! In geradezu abenteuerlichen Kurven bahnt sich der längste Fluß, der in Deutschland entspringt und mündet, seinen Weg durch die Landschaft, beruhigt durch zahllose Staustufen, dabei eine wunderbare Idylle zaubernd, in der sich, 1 Stunde Autofahrt von Frankfurt am Main entfernt, die Menschen badend ins Wasser trauen...

Die Landschaft zieht langsam vorbei, während das Schiff über das Wasser gleitet. Unruhig wird es, wenn ein Motorboot einen Wasserskifahrer mit hohem Tempo am Schiff vorbei zieht... Da ist, kurz vor der Wendemarke hinter der alten Weinstadt Bürgstadt, der Steinbruch, der schon Sandstein für den Kreml lieferte... Die Weinstöcke des Würzburger Juliusspitals...

Es ist heiß... Ich bleibe die ganze Zeit unter Deck, wo es etwas frischer ist - zwischen zwei offenen Türen bahnt sich eine frische Brise Bahn -, ich staune über diese wunderbare Perspektive, die's nur hier, mitten auf dem Fluß gibt - einerseits das Natürlichste der Welt, andererseits für den Menschen, so er denn trocken bleiben will, nur artifiziell erreichbar. All diese Natürlichkeit - in dieser Art nur erlebbar durch die Künstlichkeit eines Schiffes... Ob der Diesel, der mich durch die heimische Landschaft fährt, vielleicht aus den tiefen des Golfs von Mexiko stammt, wo gerade alles was natürlich ist unter der häßlichsten Fratze der Gier verschwindet?

Miltenberg erscheint erneut, das Schiff hält an und spuckt seine Ladung - Menschen, die zuvor an Bord drängten und sich jetzt beinahe von Bord schubsen - aus, auf einen Parkplatz, beschattet nur von wenigen Bäumen, dementsprechend heiß...

Ein paar Schritte weiter gibt es in der Stadt eine Eisdiele, die, dank der Hitze und der Touristen, einiges an Einnahmen verzeichnen kann. Ich entscheide mich für Cookies und Waldmeister - Waldmeister deshalb, weil es mich für immer an meine Kindheit erinnert, an meine ewige Suche nach einer Auflösung des Kontrasts zwischen dem herrlichen Grün dieser kalten Masse und ihrem geradezu penetrant faden Geschmack. Heute schmeckt das Waldmeistereis tatsächlich, aber, ach, Welt, wer weiß schon, warum das Eis heute schmeckt... Natürlichkeit ist gewiss der letztmögliche Grund...

Ich verdränge den Gedanken und genieße die leicht säuerliche, kühle Süße, während ich zurückschlendere... zum Parkplatz... dem heißen, wo die Sommerfrische dann mit dem Einsteigen ins Auto endet...



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