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ehe


Ehe: Nach Erreichen des Status einer erwachsenen Frau konnte geheiratet werden. Heirat war in der indianischen Tradition selbstverständlich, die Frau gehört zum Mann, war seine Ergänzung, beide ergaben ein Ganzes. Für unverheiratete Frauen gab es keinen Platz, obwohl es solche Ausnahmen gab, die man aber meist belächelte. In manchen Stämmen ließ man den Frauen Zeit mit der Heirat, damit sie geistig reifen und sich handwerklich noch vervollkommnen konnten und so auch Gelegenheit hatten, umworben zu werden. Andere Stämme wiederum verheirateten die jungen Mädchen unmittelbar nach Erreichen der Pubertät, damit sie auch ja als Jungfrauen in die Ehe kamen. Diese Mädchen erfuhren selten das Glück der Brautwerbung und hatten kaum Gelegenheit, Kontakte zu jungen Männern zu pflegen, wie bei den Fox und den Papago beispielsweise. Brautwerbungen verliefen bei den indianischen Völkern Nordamerikas recht unterschiedlich. Ein weit verbreitetes Mittel der Werbung war Flötenmusik, da sie für Frauen als verführerisch galt. Auch Liebeszauber wurden eingesetzt, wobei es bezeichnend ist , dass die ausgefeiltesten in den Gesellschaften praktiziert wurden, in denen Trennung der Geschlechter und die Behütung der heiratsfähigen Mädchen am stärksten ausgeprägt war. Liebeszauber konnten Fetische sein, Stofffetzen der Angebeteten oder Rituale, die von einer befähigten Person durchgeführt wurden.
Vorehelicher Geschlechtsverkehr war meist unerwünscht oder regelrecht untersagt (Cheyenne-Mädchen wurde deshalb ein Seil um die Hüften geschlungen und zwischen den Beine hindurchgezogen und fast bis zum Knie umwickelt), allerdings gab es in dieser Frage tolerante Stämme wie die Comanchen.
Heirat bedeutete in vielen Indianergesellschaften eine Übereinkunft der Familien des zukünftigen Paares meist aus wirtschaftlichen Erwägungen. Die Wahl der Eltern fand oft natürlich nicht die Zustimmung der Bertoffenen, aber in solchen Fällen kam die Mythologie zum Tragen, denn diese bekräftigte mit Geschichten diesen Brauch der arrangierten Eheschließung und kannte schlechte Beispiele für solche, die diese Wahl nicht hinnehmen wollten. Manche Mädchen, die partout nicht diesen Mann heiraten wollten, liefen weg oder "brannten" mit ihrem Geliebten durch. Doch bei einigen Stämmen kam es vor, dass die Mädchen sich ihren Partner erwählten und sie ihm die Ehe antrug (Hopi).Ob nun Liebesheirat oder nicht, die meisten Indianervölker kannten Heiratszeremonien, die allerdings sehr unterschiedlich waren. Sie reichten von verschwenderischen Festen bis hin zur einfachen Bekanntgabe der Heirat durch Einzug der Tochter in die "Wohnung" ihres Mannes. Die Heirat war auch nicht ein religiöses Sakrament, sondern ein Vertrag zwischen zwei Personen oder ihren Familien. Die Heiratszeremonien dienten lediglich der Bekanntgabe der Eheschließung an den Rest der Gemeinschaft. Vielfach wurde für die Frau ein "Brautpreis bezahlt" (allerdings nur bei der ersten Heirat der jungen Frau oder zumindest solange sie noch jung war). Bei der Höhe des Brautpreises spielte oft das Ansehen der Familie der Braut eine wichtige Rolle. Allerdings kaufte der junge Mann seine Frau nicht, sondern schuf mit diesen Geschenken Bündnisse und legitimierte die Ehe, zumal in vielen Stämmen die Geschenke von den Brauteltern erwidert wurden.
Mit der Liebe zwischen indianischen Paaren verhielt es sich wie überall. Manche kamen sehr gut miteinander bis ans Lebensende aus, andere wiederum (oft bei arrangierten Ehen) bildeten nur eine wirtschaftliche Gemeinsamkeit nicht ohne Kinder, oder lernten sich im Laufe der Zeit zu lieben.
Natürlich konnte sich eine indianische Frau meist ohne Schwierigkeiten scheiden lassen. Entweder ging sie samt Kinder einfach zu ihrer Familie zurück, oder wenn das Paar bei den Eltern der Frau lebte, forderte sie den Mann zum Auszug aus. Scheidungen waren aufgrund arrangierter Ehen relativ häufig. Bei den Gros Ventre oder den Flathead war es für eine Frau schwieriger, sich zu trennen; nur wenn sie offensichtlich grob vernachlässigt wurde, konnte sie zu ihrer Familie zurückkehren bzw. erst einmal ein anderes Lager besuchen. Teilweise mussten bei Scheidungen die Geschenke zurückgegeben werden. Geschiedene Frauen konnten jederzeit wieder heiraten.
Nicht ganz so einfach war es für Witwen. In vielen Indianergemeinschaften erwartete man von ihr, dass sie den Bruder oder einen nahen Verwandten des Verstorbenen heiratete (genannt Levirat), sobald die offizielle Trauerzeit vorbei war, (umgekehrt sollte ein Witwer möglichst die Schwester seiner verstorbenen Frau heiraten, sofern er sie nicht schon vorher zu einer seiner Frauen gemacht hatte, genannt Sororat). Dies diente ausschließlich der Versorgung der Frauen, denn sie bedeutete wirtschaftliche Sicherheit für die Frau. Allerdings konnten in vielen Stämmen die Frauen ihren neuen Partner selbst wählen, so dieser einverstanden war.
Doch nun zur Haushaltsführung indianischer Frauen Nordamerikas.


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