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frauen mit macht

Frauen mit Macht: Als die weißen Männer nach Amerika kamen, sahen sie in den Dörfern der Eingeborenen in den Frauen Arbeitstiere, die gegenüber den Männern als Kriegern und Häuptlingen nichts zu sagen hatten. Sicher gibt es kaum Berichte über weibliche indianische Häuptlinge, selten über Frauen im Stammes- oder Kriegsrat, doch das heißt nicht, dass es sie nicht gab, dass sie außerhalb ihres Heimes nicht die Möglichkeit hatten, Macht auszuüben. Es gab bei den nordamerikanischen Indianern sowohl Kriegerinnen als auch Führerinnen, im politischen und auch religiösen Sinne. Die einfachste Form der "Machtausübung" bestand darin, dass sie die wirtschaftliche Oberhand besaßen, da ihnen Felder und/oder Ernten und/oder Häuser gehörten wie z.B. Hopi und Irokesen. Wenn diese Regelung die Machtausübung auch bei den Männern beließ, so hatten viele Frauen doch eine gewisse Kontrolle über die Ausübung dieser Macht. Bei den Irokesen wählten bestimmte Frauen den Häuptling (Sachem) und konnten ihn auch seiner Funktion wieder entheben. Bei vielen Pueblo-Gesellschaften leiteten die Männer zwar die politischen Geschäfte und die Zeremonien, aber in religiösen Fragen hatten die Frauen ein gewichtiges Wort mitzureden. Bei den Hopis beispielsweise übte der männliche Oberpriester oder Häuptling sein Amt im Haus der "Bewahrerin des Feuers" aus, einer gewählten Frau aus dem Dorf, die aufgrund ihrer Weisheit, auch in religiösen Dingen, in dieses Ehrenamt gewählt wurde und dem Führer mit Rat zur Seite stand. Bei all diesen Führerinnen, ob politisch und/oder religiös kann man sagen, dass sie sich ihr Amt aufgrund spezieller hervorragender Eigenschaften verdienten und nicht erbten, außer bei den weiblichen "Sonnen" der Natchez, den Nisenan in Nordkalifornien (bei zweitgenannten allerdings nur dann, wenn kein männlicher Verwandter zur Verfügung stand) u.a. Ein weiterer wesentlicher Aspekt der Machtausübung bestand in der Heilpraxis, mit deren Ausübung Frauen nicht nur Macht und Ansehen erwerben konnten, sondern auch Wohlstand. Jede Frau mit Heilbegabung wurde ständig von "Patienten" besucht und somit hatte sie die meiste Zeit damit zu tun, schwer auffindbare Kräuter und Pflanzen zu suchen, auszugraben und die jeweilige Medizin daraus herzustellen. Dazu brauchte solch ein Heilerin immens viel Wissen um die Wirkungen der vielen vorhandenen Pflanzen. Doch nicht nur Pflanzen verwendete sie, auch tierische "Präparate" wie Bärengalle u.a. kamen zum Einsatz. Die Arten der Krankheiten unterteilte man in zwei Kategorien, die auf natürliche Ursachen zurückzuführen waren und diejenigen, die übernatürliche Ursachen hatten, vor allem die des Geistes. Dementsprechend verlief auch die Heilbehandlung, auf natürliche Weise oder mit zu Hilfenahme übernatürlicher Mittel. Die Gründe, warum Frauen Heilerinnen wurden, sind vielfältig. Manchen wurde es durch einen Traum kund getan, manche übernahmen diese Funktion von der Mutter oder auch dem Vater (einige mussten trotzdem noch entsprechende Träume haben), manche interessierten sich einfach "nur" dafür. Bezeichnend ist auch die Einstellung der weiblichen Heilerinnen ihrem "Beruf" gegenüber. Sie waren meist nicht so anmaßend, übellaunig, argwöhnisch wie ihre männlichen "Kollegen" und missbrauchten ihre Macht, die oft mit dieser Tätigkeit einherging, selten. Sie beschränkten sich einfach aufs Heilen. Natürlich kannten auch die Indianer "Fachrichtungen", sowohl die für Mensch und Tier, für Mann und Frau und auch für spezielle Krankheiten wie Brüche, Schusswunden u.a.. Diese Spezialisierungen gab es sicher nicht überall gleichermaßen und die Grenzen waren oft fließend. Manche der indianischen Frauen mit übernatürlichen Kräften wurden Schamaninnen und Prophetinnen, die in der Regel ihre Kräfte fürs Allgemeinwohl zur Verfügung stellten, indem sie das Wetter regulierten, die Zukunft voraussagten und übelgewillte Personen ermittelten. Selbst diese Frauen wurden zum Teil wegen ihrer spirituellen Macht gefürchtet, wie wohl dann erst die, die wir Hexen bezeichnen würden. Diese Frauen verwendeten ihre Fähigkeiten nämlich darauf, Übel zu verbreiten und anderen Schaden zuzufügen, egal ob sie diese Macht wirklich besaßen, denn fast alle Indianer glaubten an die Existenz böser Mächte und an Personen, die diese Mächte für sich ausnutzten. Dabei gab es, ebenso wie früher bei uns, beabsichtigte und unbeabsichtigte Verleumdungen unschuldiger Frauen, die dann hart bestraft wurden.
Nicht alle indianischen Frauen fügten sich in die Normen ihrer Gemeinschaft, allerdings fiel es ihnen sehr schwer, aus diesen Normen auszubrechen. Das Männer Frauenarbeit leisten konnten, wenn sie es wollten, bezweifelte niemand. Doch Frauen mangelte es laut Aussage der anderen (bestimmt der Männer) an Kraft, Intelligenz und Koordinationsfähigkeit, um Männerarbeiten zu verrichten, was natürlich nicht bewiesen wurde. Wenn eine Frau genug stark und individualistisch war; sich in der Männerwelt behaupten konnte und sich als Person durchsetzte erwarb sie sich aber meistens die Hochachtung aller.
Bei einigen wenigen Kulturgruppen war es sogar notwendig, dass die Frauen z.B. jagen konnten, denn wenn ihr Mann starb und sie nicht wieder heiraten wollte.
Die Blackfoot kannten die "Frauen mit Männerherzen", meist Witwen oder Hauptfrauen bedeutender Männer, die sich entgegen allen Tugenden der Blackfoot-Frauen verhielten. Sie waren aggressiv, selbständig und oft auch unabhängig im Vergleich zur "guten" Frau, die schüchtern, sanftmütig und fügsam war. Dafür leisteten diese "Frauen mit Männerherz" unglaublich mehr als die normalen Frauen und waren deshalb auch vermögend.
Natürlich gab es auch einige Frauen die mit auf Kriegszüge gingen und genauso furchtlos kämpften wie die Männer. Meistens zogen diese Frauen in den Krieg, um den Tod eines ihnen Nahestehenden zu rächen und nach der Befriedigung ihrer Rache kehrten sie in ihr normales Alltagsleben zurück. Doch es hat bei den Ureinwohnern Nordamerikas auch Frauen gegeben, die sich als Kriegerinnen berufen fühlten, manchmal durch einen Traum, meistens aber um ihrer Rolle zu entfliehen und um Ansehen, Macht und Status zu erlangen, alles zum Wohle der Gemeinschaft natürlich


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