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Interview ~ 19.04.2008


"Wann bin ich der erotischste Mann der Welt?"
von Rüdiger Sturm, 19. April 2008, 20:15 Uhr

In den 80er-Jahren war er ein Teeniestar, danach wurde es still um Patrick Dempsey. Durch die TV-Serie „Grey's Anatomy" gelang dem US-Schauspieler das Comeback. Bei WELT ONLINE spricht er über die Liebe zu seiner Frau und zu schnellen Autos. Und darüber, weshalb das permanent schöne Wetter in L.A. nervt.

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Dieser Mann taugt nicht zur Nummer eins, und im ersten Anlauf gelingt ihm nichts. So ging Patrick Dempsey zwar mit 17 ans Theater, der Durchbruch als Schauspieler gelang ihm aber erst mit 39 als Doktor Shepherd in der TV-Serie „Grey's Anatomy“. Seine erste Ehe ging schief, erst mit seiner zweiten Frau wurde er glücklich. Er sieht zwar gut aus, aber zum Titel „Sexiest Man Alive“ hat es nicht gereicht; stattdessen wurde er dreimal hintereinander zum zweiterotischsten Mann der Welt gewählt. Dempsey (42) nimmt es gelassen.

WELT ONLINE: Das Magazin „People“ wählte Sie drei Jahre in Folge zum zweiterotischsten Mann der Welt, Matt Damon wurde zuletzt Nummer eins. Was dachten Sie, als Sie das erfuhren?

Patrick Dempsey: Wann werde ich der erotischste Mann sein? – Nein, im Ernst. Ich genieße es, dass meine Karriere so in Schwung gekommen ist. Ich hatte das nicht erwartet. Als ich für „Grey's Anatomy“ vorsprach, brauchte ich einfach nur den Job. Es war nicht vorherzusehen, dass die Serie so ein Hit wird.


WELT ONLINE: Aber Sie hatten es doch auf eine Karriere angelegt. Mit 17 gingen Sie nach New York, um Theater zu spielen.

Dempsey: Ja, damals strotzte ich noch vor Selbstvertrauen. Ich kann immer noch nicht glauben, dass mich meine Eltern aus unserer Kleinstadt in Maine einfach ziehen ließen. Bloß weil ich einen Agenten gefunden hatte. Ich würde das meinen Kindern nicht erlauben. Heute würde ich es selbst wohl nicht noch einmal so machen. Ich kannte niemanden in der Stadt, war völlig naiv. Aber irgendwie schlug ich mich mit den paar Dollars durch. Und dann bekam ich eine Rolle, mit der ich auf Tournee ging, und so führte eines zum anderen.

WELT ONLINE: Doch nach Ihren Erfolgen als Teeniestar verließ Sie das Glück...

Dempsey: Ja, meine 30er waren hart. Ich galt immer nur als der Typ aus diesen 80er-Jahre-Filmen. Dass ich Legastheniker bin, machte es auch nicht einfacher. Es ist ein Problem für mich, Texte zu lesen und auswendig zu lernen. Und ich hatte keine Lust, mir das jedes Mal anzutun, wenn die Chancen, die Rolle zu bekommen, gering waren. Ich gehöre zu denjenigen, die erst Erfolg hatten und dann Lehrgeld zahlten. Letzteres tat ich zur Genüge.

WELT ONLINE: Mit Ihrer Karriere ging es wieder aufwärts, als Sie heirateten. Zufall?

Dempsey: Absolut nicht. Genau das war der Grund. Wenn du ein erfülltes Liebes- und Familienleben hast, dann gibt dir das Stabilität und Selbstbewusstsein, das ich davor verloren hatte.

WELT ONLINE: Wann wussten Sie, dass Ihre Frau Ihr Leben verändern würde?

Dempsey: Eigentlich schon beim ersten Mal, als ich sie sah.

WELT ONLINE: Das klingt aber sehr klischeehaft.

Dempsey: Es gibt Magie zwischen zwei Menschen. Nur wenn wir älter werden, dann schützen wir uns dagegen und lassen sie nicht zu. Damals, als ich meiner Frau begegnet bin, war ich noch nicht bereit für sie. Es hat ein bisschen gedauert.

WELT ONLINE: Früher fackelten Sie nicht so lange. Mit 21 heirateten Sie Ihre 27 Jahre ältere Managerin.

Dempsey: Ich habe durch diese Ehe gelernt – eine ganze Menge, das können Sie mir glauben.

WELT ONLINE: Zum Beispiel?

Dempsey: Die Leute setzen sich unter Zwang, dass alles perfekt sein muss. Muss es nicht. Es gibt schlechte und gute Tage. Eine Ehe ist harte Arbeit. Das weiß ich jetzt.

WELT ONLINE: Und würde ein Karriereknick Sie heute noch genauso belasten?

Dempsey: Nein, garantiert nicht. Meine Frau unterstützt mich immer. Und ich mache mir nichts vor: Dass diese Welle so weitergeht wie bisher, ist nicht selbstverständlich. Ich mache jetzt das Beste daraus, damit meine Familie abgesichert ist. Läuft es mal ruhiger, dann ziehen wir uns in meine Heimat Maine zurück, wo wir ein Haus haben.

WELT ONLINE: Würden Sie Los Angeles vermissen?

Dempsey: Eigentlich nicht. Ich werde trübsinnig, wenn die ganze Zeit die Sonne scheint. Ich brauche Schnee und Regen. Das einzig Gute an L.A. ist, dass ich meine Autos mit offenem Verdeck fahren kann.

WELT ONLINE: Wie viele haben Sie?

Dempsey: Acht. Ein paar Jaguars, zwei Porsche. Ich sammle sie seit meinem ersten Film.

WELT ONLINE: Sie fahren auch Autorennen und sind Mitbesitzer eines kleinen Rennstalls. Was reizt Sie daran?

Dempsey: Das ist der perfekte Fluchtpunkt aus dem Alltag für mich. In diesem Jahr fahre ich fünf Rennen der Rolex Sports Car Series. Im Rennen bist du 100 Prozent auf eine Sache konzentriert, das ist total beruhigend. Gleichzeitig liebe ich die Herausforderung. Ich will immer sehen, wo ich stehe. Da lernst du auch schon mal ein wenig Demut. Ich fühle mich unter den Fahrern sehr wohl, da gibt es keine großen Egos. Uns verbindet ein großes Kameradschaftsgefühl.

WELT ONLINE: Ihre Frau hat nichts gegen Ihr Highspeed-Hobby?

Dempsey: Sie war es, die mir den Rennfahrer-Lehrgang geschenkt hat. Sie ist nur nicht begeistert, wenn ich Querfeldeinrennen fahre.

WELT ONLINE: Könnten Sie die Filmkamera ganz gegen den Steuerknüppel tauschen?

Dempsey: Das kann ich nicht sagen. Ich weiß nicht, wie gut ich bin. Ich muss noch größere Rennen fahren. Le Mans ist ein Traum von mir.

WELT ONLINE: Der Arztberuf ist nur eine Rolle – oder auch ein Traum von Ihnen?

Dempsey: Das denken die Leute. Deshalb wenden sie sich an mich, wenn es mal einen Notfall gibt. Aber ein paar Sachen habe ich mir gemerkt. Einmal hatte meine Tochter sich das Kinn aufgerissen. Der Arzt wollte schon nähen, aber da sagte ich: „Es gibt doch einen medizinischen Kleber für so etwas.“ Und er sagte: „Das ist eine gute Idee.“

WELT ONLINE: Haben Sie noch weitere Talente?

Dempsey: In meiner Jugend war ich mal Zweiter bei einem Jonglier-Wettbewerb. In meinem neuen Film „Verliebt in die Braut“ muss ich auch jonglieren. Anfangs ging das gut, aber als wir die Kameraposition änderten, zerschmiss ich alles. Ich sollte wohl bei der Schauspielerei bleiben. Wo sonst kann ich der „zweiterotischste Mann der Welt“ werden?


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