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Louvre

Die frühere französische Königsresidenz Louvre in Paris ist heute das bekannteste und weltweit größte Museum (frz. Musée du Louvre), dessen Sammlungen neben dem British Museum in London, dem Prado in Madrid, der Eremitage in St. Petersburg und dem Museum of Modern Art in New York zu den weltweit bedeutendsten gehören. Das Gebäude liegt im Zentrum von Paris zwischen dem rechten Seineufer und der Rue de Rivoli. Sein Innenhof liegt in einer Linie mit der Champs-Élysées und bildet damit den Ursprung der sogenannten historischen Achse.

Geschichte
Der Louvre war über Jahrhunderte hinweg eine Großbaustelle. Fast jeder Herrscher, König und Kaiser hat den Louvre umgebaut, erweitert oder renoviert.

Ursprünglich war der Louvre im 12. Jahrhundert unter Philippe-Auguste ein trutziger Zweckbau (Donjon) zum Schutz des rechten Seineufers. Als die Stadt in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts rasch wuchs und die Stadt außerdem durch einen weiteren inneren Mauerring geschützt war, ließ Karl IV. die Burg zu einer bewohnbaren Residenz umbauen. Als Hauptwohnsitz des französischen Königs dient der Palast aber erst ab dem 16. Jahrhundert unter Heinrich II, jetzt im Stil der italienischen Renaissance. Auch in den folgenden Jahrhunderten wird der Louvre nach den Bedürfnissen der jeweiligen Herrscher umgestaltet und vor allem gewaltig erweitert. Als der Königshof mit Louis XIV. nach Versailles umzog, verwahrloste der Bau allerdings. Die Stadt Paris übernimmt das Gebäude, teils noch im Rohbau und ohne Dach, die Académie française zieht in die Königsgemächer ein, andere Gebäudeteile werden von Künstlern als Behausung und Arbeitsraum genutzt. Auch Cabarets und Verkaufsstände finden sich in dem immer mehr verfallenden Gemäuer. Erst die Revolution bescherte dem Louvre eine neue Bedeutung als das erste öffentliche Museum Frankreichs (Eröffnung 1793). Hier wurden die Kunstschätze des Königs und der Adligen zusammengetragen, sofern sie nicht geplündert und zu Geld gemacht worden waren. Mit Napoleon zieht allerdings wieder ein Herrscher in den Palast ein und sein Neffe, Napoleon III. vollendet den Bau und insbesondere die Fassade weitgehend in seiner heutigen Form. 1873 ist die Karriere des Louvre als Zentrum weltlicher Macht endgültig vorbei, der Präsident der Republik zieht in den Elysée-Palast, ein Flügel, der Tuilerien-Palast fällt 1871 (Kommune-Aufstand) einem Feuer zum Opfer und wird 1882 abgerissen.

Der ehemalige Staatspräsident François Mitterrand ließ in den 1980er Jahren den Louvre generalüberholen. Dabei standen nicht so sehr äußere Veränderungen im Vordergrund, als eine Umgestaltung der Ausstellungsräume und der meist unterirdischen Forschungseinrichtungen und Labors. Außerdem beherbergt der Palast seither zwei weitere Museen, das Musée des Arts Décoratifs mit dem Musée de la Mode et du Textile.

Henri Loyrette ist der momentane Nachfolger und somit der Direktor des Louvre.

Architektur
Der heutige klassizistische Bau entstand zum Großteil im 17. Jahrhundert. Das Gebäude besteht aus drei Flügeln, die nach Denon, Sully und Richelieu benannt sind.

Im 19. Jahrhundert wurde der Louvre mit dem Palais des Tuileries verbunden und zu seiner heutigen Form ausgebaut (Architekten: Louis Tullius Visconti und Hector Lefuel).

Im Jahr 1989 baute der Architekt Ieoh Ming Pei, der unter anderem auch für das MIHO-Museum in Japan verantwortlich ist, eine Glaspyramide im Innenhof des Louvre, welche aus Glasvierecken besteht. Diese dient heute als Haupteingang zum Musée du Louvre. Anfangs als Gewächshaus und Käseglocke verspottet, haben sich die Pariser inzwischen daran gewöhnt.

Zur Zeit läuft das „Grand-Louvre“-Projekt, in dessen Rahmen unter anderem die Galerie d'Apollon restauriert wird. Der Abschluss ist für 2006 vorgesehen.

Sammlung
Die Sammlung des Museums umfasst fast 30.000 Exponate in sieben Abteilungen, die auf einer Fläche von über 60.000 m² präsentiert werden. Damit ist der Louvre das größte Museum der Welt. Jährlich wird das Museum von über 5 Millionen Menschen besucht.

Die Kunstsammlungen des Louvre sind aber auch qualitativ einzigartig: Dicht gedrängt werden Höhepunkte von 2.500 Jahren europäischer Kulturgeschichte ausgestellt. Heraus ragen die griechische und römische Antikensammlung, die italienische Renaissancemalerei, die niederländische Malerei des 16. und 17. Jahrhunderts sowie die französische Malerei des 15. bis 19. Jahrhunderts.

Geschichte der Sammlung
Die frühesten Anfänge der Sammlung gehen bis ins 14. Jahrhundert zurück. Damals häufte der Herzog Jean Duc de Berry (1340 - 1415), ein Bruder Karl V., eine Sammlung von Gemälden, Tapisserien und Buchmalereien an, von denen einige noch in der heutigen Ausstellung zu sehen sind.

Der eigentliche Begründer der Sammlung ist aber König Franz I. (1515 - 1547), der als der erste große Sammler und Mäzen auf Frankreichs Thron gilt. Er richtete auch dem greisen Leonardo da Vinci 1517 ein Domizil an der Loire ein. Nach dessen Tod 1519 gelangen dessen Bilder - darunter wahrscheinlich auch die Mona Lisa - in die Sammlung des Königs, die zu dieser Zeit noch im Schloss Fontainebleau aufbewahrt wird.

Kardinal Richelieu, der 1624 Minister unter Ludwig XIII. wird, baut auf Staatskosten eine große Privatsammlung auf, die 1636 zum Großteil in den Besitz der Krone übergeht. 1660 zieht die Sammlung dann in den Louvre um. Auch unter Ludwig XIV. werden kostbare Werke, unter anderem von Tizian und Raffael, erworben, während unter Ludwig IV. kaum neue Bilder der Sammlung hinzugefügt werden.

Dass die Sammlung der Öffentlichkeit nicht zugänglich ist, führt zu allgemeiner Kritik, worauf 1750 im Palais du Luxembourg die erste Gemäldegalerie Frankreichs eröffnet wird. Bereits 1779 wird sie aber wieder geschlossen, da der Palais als Wohnung des späteren Ludwig XVIII. genutzt wird. Die Bilder wandern zurück ins Depot des Louvre.

Im Zuge der Französischen Revolution wird die Sammlung dann 1793 zum ersten Mal im Louvre zugänglich gemacht. Napoléon Bonaparte erhält den ausdrücklichen Befehl, berühmte Kunstwerke im Ausland zu beschlagnahmen. Bald schon kann das Louvre die Kunstwerke aus Rom, Venedig, Berlin, Wien und vielen anderen europäischen Städten nicht mehr fassen. Unter Napoléon entstehen in ganz Frankreich 15 Zweigmuseen, in denen Bilder der Sammlung zu sehen sind. Nach dem Fall des Kaiserreichs 1814 wird die Beutekunst von den Alliierten wieder aus dem Louvre zurückgeholt, wodurch das nationale Element der Sammlung wieder in den Vordergrund tritt. Nach dem Sturz des zweiten Kaiserreichs 1870 wird die Sammlung dann endgültig von der Krone getrennt und verstaatlicht. Dienlich für die Sammlung ist, dass seit 1972 die Erbschaftssteuer auch in Form von Kunstwerken verrichtet werden kann.









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