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Zwergpinguin

Der Zwergpinguin (Eudyptula minor) ist die kleinste Art aus der Familie der Pinguine (Spheniscidae). Die Vögel werden gewöhnlich 35 bis 40 cm groß und wiegen etwa 1 kg.

Verbreitung
Das Hauptverbreitungsgebiet des Zwergpinguins ist Neuseeland. Hier finden sich zahlreiche Kolonien rund um Neuseelands Nord- und Südinsel, auf Stewart Island sowie den Chatham Inseln. Der Zwergpinguin ist außerdem die einzige Pinguinart, die auf dem australischen Festland brütet. Brutkolonien finden sich entlang Australiens Südküste und auf Tasmanien.

Ernährung
Zwergpinguine ernähren sich von Fischen (vornehmlich Heringsartige, in Neuseeland z.B. Sprattus antipodum), Tintenfischen und kleineren Krebstieren. Dazu unternehmen sie ausgedehnte Jagd- und Tauchzüge.Sie jagen Tagsüber, aber sie füttern ihre Jungen bei Nacht.

Aufzucht der Jungen
Sie leben das ganze Jahr über in großen Kolonien. Sie nisten in Felsspalten, unter Baumwurzeln oder in Erdlöchern. In Neuseeland sind an zahlreichen Orten auch Nistkästen installiert, die von den Pinguinen als Brutstätte verwendet werden. Die Brutzeit ist variabel und kann sich von Mai bis März erstrecken. Aus zwei gelegten Eiern schlüpfen nach gut 3 Wochen Inkubation die Küken. Nach etwa 6 Wochen werden die Küken flügge. Je nach Beginn der Brutsaison kommt es vor, dass ein Paar - nachdem die ersten Küken das Nest verlassen haben - ein zweites Gelege großzieht. Während der Brut kehren die adulten Pinguine in der Abenddämmerung in ihre Kolonien zurück, um die Jungen zu füttern.

Tourismus
Auf Phillip Island südöstlich von Melbourne kann diese nächtliche "Pinguin-Parade" beobachtet werden. Die Tiere lassen sich von der Beleuchtung und den Touristen offenbar nicht stören. Die Pinguine kommen jeden Tag zum Sonnenuntergang und spazieren in Gruppen über den Strand. In der Regel so ca. 400 Pinguine, teilweise aber auch über 1000. Das neuseeländische Pendant findet sich in Oamaru - die Oamaru Blue Penguin Colony.

Vom Menschen ausgehende Gefahren
Obwohl die Art insgesamt nicht gefährdet ist, sind Kolonien in Gebieten mit intensiverer menschlicher Aktivität von Verschmutzung und verwilderten Haustieren bedroht.



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