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Panzernashorn

Das Panzernashorn (Rhinoceros unicornis) ist ein in Asien verbreitetes Nashorn mit nur einem Horn.

Merkmale
Mit einer Kopfrumpflänge von 370 cm (Männchen) bzw. 330 cm (Weibchen), einer Schulterhöhe von 180 (Weibchen 160 cm) und einem Gewicht von 2,2 Tonnen (Weibchen 1,6 Tonnen) ist das Panzernashorn die größte der drei Nashornarten Asiens. Auf der Nase sitzt ein einzelnes Horn, das maximal 50 cm lang werden kann; es ist sowohl bei Bullen als auch bei Kühen voll ausgeprägt.

Verbreitung
Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet reichte von Pakistan über den Norden Indiens bis nach Bangladesch und Assam. Hier bevorzugt das Panzernashorn offene Sumpflandschaften mit wenig Baumbestand. Auf dem Rückzug vor den Menschen haben manche Panzernashörner allerdings inzwischen Waldhabitate eingenommen. 1.500 Tiere und damit 60 Prozent der heutigen Gesamtpopulation leben im indischen Kaziranga-Nationalpark (Stand April 2005). Ungefähr 600 Tiere gibt es in Nepal; hier ist der ursprünglich sehr dezimierte Bestand durch die Hege im Royal Chitwan National Park wieder leicht angestiegen

Lebensweise
Panzernashörner sind nachtaktive Einzelgänger. Sie unterhalten Eigenbezirke, die aber einander überlappen können. Ihren Artgenossen gehen sie aus dem Wege, und Bullen und Kühe kommen nur zur Paarungszeit zueinander. Nur selten kommt es zu Kämpfen. Kühe mit neugeborenen Kälbern zeigen sich allerdings besonders aggressiv gegenüber Eindringlingen ihrer Art oder auch anderen Großtieren oder Menschen.

Die Tragzeit beträgt etwa 480 Tage; anschließend kommt das einzige Kalb zur Welt. Es wird ein Jahr gesäugt und verbleibt weitere zwei Jahre bei der Mutter, ehe es vor der Geburt des nächsten Kalbes vertrieben wird. Die Lebenserwartung beträgt maximal 45 Jahre.

Menschen und Panzernashörner
Unabsichtliche Begegnungen mit Panzernashörnern können, vor allem, wenn es sich dabei um ein weibliches Tier mit Kalb handelt, einen unter Umständen für den Menschen tödlichen Angriff zur Folge haben.

Der Mensch ist allerdings eine größere Bedrohung für das Nashorn als umgekehrt. Bis ins 17. Jahrhundert war das Panzernashorn in den Regionen, die heute zu Pakistan und Indien gehören, noch allgegenwärtig. Anschließend wurde es vor allem durch die Trockenlegung von Sümpfen zur Gewinnung landwirtschaftlich nutzbarer Flächen immer weiter nach Osten zurückgedrängt, bis sich die Nashörner an die Südhänge des Himalaya und entlegene Nebenarme des Ganges zurückgezogen hatten.

Eine europäische Darstellung eines Panzernashorn ist durch Albrecht Dürers Holzschnitt eines "Rhinozeros" überlieferte. Es handelt sich dabei um die Abbildung des Tieres, welches die Expedition von Alfonso de Albuquerque 1515 von einer Indienfahrt mitbrachte. Es heißt jedoch, Dürer habe das Tier selbst gar nicht gesehen. Ebenfalls berühmt wurde Clara (1738 - 1758), ein Panzernashorn, das Mitte des 18. Jahrhunderts auf einer Tournee durch Europa zur Schau gestellt wurde.

Im 19. Jahrhundert, als die Art schon selten war, wurde Jagdtourismus bei Europäern sehr populär. Sie spürten die immer seltener gewordenen Nashörner auf und erschossen sie. Zudem setzte die indische Kolonialregierung eine Abschussprämie für jedes getötete Panzernashorn aus, da die Tiere angeblich die Tee-Plantagen zerstörten. Am Anfang des 20. Jahrhunderts waren weniger als hundert Nashörner übrig geblieben. Kurz vor der Ausrottung stoppte man die Jagd und richtete Schutzgebiete ein, die größten im Kaziranga-Nationalpark in Indien und im Royal Chitwan National Park in Nepal.

Es gibt heute wieder 1.500 Panzernashörner im Kaziranga, 600 in Chitwan und etwa 400 in anderen Gegenden. Bis heute ist Wilderei ein großes Problem, da das Horn des Panzernashorns in Ostasien in der TCM verwendet wird. Ein nach China eingeschmuggeltes Horn kann Wilderern bis zu hunterttausend Dollar einbringen. Mit der Aufstockung der Parkranger haben Indien und Nepal in jüngerer Zeit versucht, dieses Problem in den Griff zu bekommen.

Heute ist das Panzernashorn zwar das häufigste asiatische Nashorn, wird aber von der IUCN noch immer als bedroht geführt.



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