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Zwergameisenbär

Der Zwergameisenbär (Cyclopes didactylus) ist eine Säugetierart aus der Familie der Ameisenbären (Myrmecophagidae). Aus dieser Familie ist er die kleinste Art und gleichzeitig die einzige rein baumbewohnende.

Verbreitung
Zwergameisenbären leben in Mittel- und Südamerika östlich der Anden, ihr Verbreitungsgebiet reicht vom südlichen Mexiko bis Bolivien und das mittlere Brasilien

Beschreibung
Zwergameisenbären erreichen eine Kopfrumpflänge von 15 bis 18 cm und eine Schwanzlänge von 18 bis 20 cm. Ihr Gewicht beträgt 250 bis 400 Gramm. Ihr seidiges Fell ist gelblich-braun gefärbt. Wie alle Ameisenbären haben sie keine Zähne, im Gegensatz zu den anderen Arten der Familie ist ihre Schnauze kürzer und dicker. Bei den Händen ist die zweite und dritte Zehe am längsten, die erste und vierte sind verkümmert und die fünfte fehlt ganz, daher auch das Artepithet didactylus – der Zweizehige. Die beiden langen Zehen der Hände sind mit starken Krallen versehen, bei den Füßen, die vier Zehen haben, sind die Krallen verkürzt.

Lebensweise
Zwergameisenbären sind reine Baumbewohner, sie halten sich vorwiegend im Geäst der Kapokbäume (Ceiba pentandra) auf. Die Kapokfasern der Früchte sorgen für eine ideale Tarnung der Tiere, da sie die gleiche Farbe haben wie diese. Diese Tarnung schützt ihn zu einem gewissen Grad vor seinen Fressfeinden wie Greifvögel (zum Beispiel die Harpyie) und Eulen. Zwergameisenbären sind ausgezeichnete Kletterer, wozu ihnen auch der Greifschwanz hilft. Ihre Bewegungen sind behäbig und langsam, sie sind generell sehr scheue Tiere. Wenn sie angegriffen werden, klammern sie sich mit Hinterbeinen und Schwanz am Geäst fest und wehren sich mit Hieben der kräftigen Vorderkrallen. Zwergameisenbären sind nachtaktiv, tagsüber rollen sie sich zum Schlafen in einer Baumhöhle oder auf einer Astgabel zusammen. Über ihr Sozialverhalten ist kaum etwas bekannt.

Ernährung
Die Nahrung des Zwergameisenbären besteht ausschließlich aus Insekten, vorzugsweise Ameisen und Termiten. Gelegentlich nehmen sie auch Käfer und andere Insekten zu sich. Mit ihren kräftigen Krallen reißen sie Baue auf und lecken mit ihrer langen, klebrigen Zunge ihre Beute auf.

Fortpflanzung
Nach 120- bis 150-tägiger Tragzeit bringt das Weibchen ein einzelnes Jungtier zur Welt. Das Jungtier wird in einem Blätternest oder in einer Baumhöhle verborgen und beide Elternteile beteiligen sich an der Aufzucht. Zunächst nehmen sie Muttermilch zu sich, später einen vorverdauten Insektenbrei, den die Eltern auswürgen. Über die Stilldauer oder die Lebenserwartung ist nichts bekannt.

Bedrohung
Da Zwergameisenbären sehr scheue und selten zu beobachtende Tiere sind, ist der Grad ihrer Gefährdung unbekannt. Man vermutet aber, dass sie noch relativ häufig vorkommen und nicht zu den bedrohten Arten zählen.



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