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Seeotter

Der Seeotter, Kalan oder Meerotter (Enhydra lutris) ist eine Raubtierart aus der Unterfamilie der Otter (Lutrinae). Er ist neben dem Küstenotter die einzige Otterart, die im Meer statt in Binnengewässern lebt.

Merkmale
Der Seeotter ist insgesamt etwa 150 cm lang, davon hat sein Schwanz allein eine Länge von bis zu 30 cm. Sein Fell besitzt eine dunkelbraune Färbung, wobei der Kopf etwas heller ist. Die Anpassung an das Wasserleben geht bei ihm weiter als bei anderen Ottern. Seine Hinterbeine sind beispielsweise nach hinten versetzt, so dass sie ihm beim Schwimmen hilfreicher, beim Laufen an Land aber hinderlicher sind.

Als einziges im Meer lebendes Säugetier hat der Seeotter keine isolierende Fettschicht. Stattdessen schützt ihn ein hochspezialisiertes Fell vor der Kälte des Nordpazifiks. Auf einem Quadratzentimeter wachsen rund 100.000 Haare; genauso viele wie ein Mensch durchschnittlich auf dem Kopf hat. Die Fellunterwolle ist straff anliegend mit kurzen Grannen. Zwischen den seidigen Haaren sorgen normalerweise winzige, von ihm regelmäßig in sein Fell geblasene Luftbläschen für eine gute Kälteisolierung.

Lebensweise
Seeotter leben an den Küsten des Beringmeers; kleinere Bestände auch an der kanadischen und kalifornischen Pazifikküste. Sie schlafen im Wasser und umwickeln sich vorher mit Seetang, um nicht abgetrieben zu werden.

Ernährung
Der Stoffwechsel des Seeotters ist etwa dreimal höher als bei Landsäugern. Durch diese Anpassungen kann er seine Körperinnentemperatur von 38°C aufrechterhalten, ist aber andererseits deshalb gezwungen, sehr große Mengen kalorienreicher Nahrung sich zu nehmen. Diese besteht aus Muscheln, Schnecken und Seeigeln, seltener Fischen. Der Kelpwald stellt dafür ein häufiges Jagdgebiet dar. Die harten Schalen der bevorzugten Beutetiere werden mit Steinen geöffnet, die als Werkzeug benutzt werden. Dazu schwimmt der Otter auf dem Rücken, legt sich die Beute auf die Brust und schlägt mit einem Stein darauf; umgekehrt legt er sich manchmal den Stein auf die Brust und zerschlägt das Tier daran. Das Fell an der Brust liegt nicht fest am Körper an und bildet Falten und Taschen, um eine Selbstverletzung bei diesem Verhalten zu verhindern.

Eine weitere Besonderheit ist die Fähigkeit des Seeotters, unversehrt Seewasser zu trinken. Seine speziellen, relativ großen Nieren können das überschüssige Salz wieder ausscheiden.

Fortpflanzung
Auch die Paarung findet im Wasser statt und zwar in der für Säugetiere recht seltenen Bauch zu Bauch-Stellung, in der die Tiere sich regelrecht umarmen.

Die Weibchen bringen nach einer Tragzeit von ca. 8-9 Monaten pro Wurf nur ein Junges auf dem Lande zur Welt. Dafür suchen sie eine geschützte Stelle auf nacktem Fels oder im Schnee auf. Später wird dieses Junge dann von dem im Wasser auf dem Rücken schwimmenden Muttertier gesäugt.

Seeotter und Mensch
Seeotter haben das dichteste und feinste Fell im ganzen Tierreich, deshalb ist ihr Fell vom Menschen oft auch so begehrt. Der Pelzhandel führte dazu, dass der einst häufige Otter so stark bejagt wurde, dass er um 1910 fast ausgerottet war. Nur ein kleiner Restbestand hatte sich im Süden Kamtschatkas gehalten. Ein 1911 zwischen den USA, Russland und Japan geschlossener Vertrag stellte die Seeotter im Beringmeer unter Schutz. Seitdem ist er wieder häufiger geworden. Von 1000 Seeottern im Jahr 1910 ist der Bestand wieder auf 150.000 angewachsen.

Darüber hinaus schaden dem Seeotter auch menschliche Einflüsse: Eine weitere große Gefahr für dieses Tier und sein Fell sind die immer wieder vorkommenden Ölteppiche der Tanker, weil sie das Fell verkleben und die Otter dadurch schnell ihre lebensnotwendige Körpertemperatur verlieren. Die durch die Exxon Valdez ausgelöste Ölpest von 1989 tötete etwa 5000 Seeotter. Das Öl verklebt sein lebenswichtiges Fell und bei Reinigungsversuchen nimmt er zusätzlich das schädliche Öl mit auf.

Nachdem Seeotter heute einigermaßen wirksam geschützt sind, ist der Schwertwal der Feind, dem die meisten Otter zum Opfer fallen. Normalerweise jagt der Orca Robben; da jedoch deren Bestände aufgrund der Fischarmut ebenfalls gesunken sind, erbeutet er nun auch die kleineren Marder.




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